By your side-by Shingel

Totgeliebt 

Autor: KIKI (http://erinnermichdichzuvergessen.de.vu)
Hauptpersonen: Tom und Jule
Inhalt: Jule, die Freundin von Bill, bekommt eines Tages einen schrecklichen Anruf, der ihr ganzes Leben von Grund auf ändert. Ab jetzt versuchen sie und Bills Bruder Tom irgendwie mit der neuen Situation umzugehen, was nicht gerade leicht für die beiden ist.
->Jugendfrei

Teil 1

Einsam tropfte eine Träne auf den nassen Boden. Es war kalt und ganz leise fielen die ersten Schneeflocken. Doch ich merkte nichts von alledem… zu groß war die Trauer, die mich innerlich zerfraß. Ich wollte es nicht glauben, konnte es nicht verstehen und gleichzeitig war mir klar, dass es nicht alleine meine Schuld war. Aber warum ausgerechnet du?

Nach einer Ewigkeit machte ich mich zögernd auf den Weg, eigentlich wäre ich viel lieber bei dir geblieben, doch mittlerweile hatte es angefangen richtig zu stürmen.

Langsam lief ich durch die Straßen, alles sah grau und trist aus, genauso wie ich mich fühlte. Zu hause verkroch ich mich sofort in meinem bett und starrte ununterbrochen auf ein –mittlerweile ziemlich zerknittertes- Bild von uns beiden. Es war ein schöner Sommertag, wir beide sitzen im Park auf einer kleinen Decke und genießen die Sonne. Damals hätte ich nie geglaubt, dass unser perfektes Glück jemals zerstört werden  könnte.

*Flashback*
„Jule! Juuule!! Telefooon!!!“ Das war meine Mutter. Ich rannte die Treppe runter und nahm ihr den Hörer aus der Hand.„Hallo? Wer ist da?“ Doch danach wünschte ich mir, dass ich nie das Telefon in die Hand genommen hätte! Langsam ließ ich es wieder sinken, ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Nur ein paar einzelne Wörter hallten immer wieder in meinem Kopf.
……Schüsse……Bill……Krankenwagen……alles zu spät……
Und plötzlich wurde alles schwarz.
Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich nur weiß.
„Wo bin ich? Was ist passiert?“
„Meine Süße, ich bin ja so froh, dass du wieder wach bist!! Wie geht’s es dir?“ – mein Vater.„Papa? Wo bin ich?“ “Ganz ruhig meine Kleine, du bist plötzlich zusammengeklappt als du telefoniert hast. Mama meinte du wärst erst kreidebleich geworden und dann einfach umgefallen. Sie hat sofort den Krankenwagen gerufen.“
Plötzlich fiel mir alles wieder ein… Das Telefonat!!! BILLL!!!!
Sofort stiegen mir Tränen in die Augen und ich schluchzte. Wieso eigentlich ausgerechnet Bill… mein Bill?!?
*Flashback - Ende*

Teil 2

Heute musste ich nach drei Wochen wieder in die Schule, irgendwie hatte ich richtig Schiss davor, vor allem meiner besten Freundin gegenüberzutreten machte mir Angst. Seit dem Telefonat hatte ich nicht mehr mit ihr geredet. Sie hat mich ständig angerufen und SMS geschrieben, aber ich hatte nicht die Kraft ihr zu   antworten. Außerdem wollte ich einfach alleine sein, um alles verstehen zu können, und das ging meiner Meinung nach am besten ohne jemanden wie Caro, die die ganze Zeit redet.

 Als ich Punkt acht in die Klasse kam, verstummten sofort alle Gespräche und alles starrte mich an, ich fühle mich wie ein Alien, das gerade vom Mars auf der Erde gelandet war und jetzt durch die Stadt lief. Der Weg zu meinem Platz kam mir vor  wie eine halbe Weltreise. Doch auch als ich endlich angekommen war, hafteten noch alle Blicke auf mir.

Wussten sie denn mittlerweile echt alle, was passiert war? Aber mit Caro als beste Freundin konnte man ja auch nichts anderes erwarten. Sie liebte es zu erzählen und zu tratschen.

Zum Glück dongte es und unser Lehrer zog die Aufmerksamkeit auf sich, wenigstens der schien noch nichts zu wissen, denn er kam auf mich z und fragte freundlich ob ich nach meiner schweren Grippe endlich wieder gesund sei und ob Caro mir immer schön die Augaben gebracht hätte. Manchmal konnte Caro eben doch ihre Klappe halten!

Bis zur zweiten Pause ging eigentlich alles gut, ich hatte geraden den Klassenraum verlassen und wollte schnell aufs Klo, als ich plötzlich jemanden meinen Namen rufen hörte. Tom!! Auch wenn er und Bill sich nicht besonders ähnlich sahen, erinnerte er mich verdammt schmerzhaft an Bill... an meinen süßen Bill! Tom kam langsam auf mich zu, er sah schrecklich aus: rote Augen, dunkle Augenringe und seine sonst so lustig wippenden Dreadlocks fielen straff um sein Gesicht. Er litt wirklich krass unter dem Verlust von Bill. Ich meine er war sein Zwillingsbruder, das musste echt hart für ihn sein! “Her Jule!" kam es ganz leise von ihm. "Hey" danach schwiegen wir uns gegenseitig an, aber auch ohne Worte wussten wir, was der andere dacht.

 

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