By your side-by Shingel

If You're Not The One . . .

Hauptpersonen: Bill und Georg

Handlung: Tokio Hotel machen Bekanntschaft mit zwei Mädchen ...

by:Sina

[teilweise nicht jugendfrei] 

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Bill blickte auf die Uhr an der Wand und seufzte. Schon 20 Minuten zu spät. Seit 20 Minuten warteten Tokio Hotel nun schon auf die Gewinner des Meet&Greets. Wenn sie nicht bald auftauchen würden, hätte es keinen Sinn mehr, weil nur noch so wenig Zeit bleiben würde, oder es würde verschoben werden oder ausfallen. Wie auch immer.
Doch dann endlich ging die Tür auf …
 

Teil 1: „Nur zu Besuch“


Gespannt blickte Georg auf die Tür, ebenso seine 3 Bandkollegen. Zwei Mädchen traten unsicher in den Raum. Bei ihrem Anblick verging Georg der Atem.
Die Vordere der beiden ging ihm ungefähr bis zur Nase, hatte rückenlangem wellige braune Haare, mit einem Dunkelrot-Ton, strahlend weiße Zähne, war dezent geschminkt und hatte eine normale, gute Figur. Auf den Rest achtete er gar nicht mehr. Sie sah umwerfend aus und musste so um die 16 sein. Er blickte kurz zu den anderen. Bill biss sich auf die Unterlippe, Toms Augen funkelten begeistert und auf Gustavs Gesicht zauberte sich ein Lächeln. Sein Blick haftete allerdings auf dem anderen Mädchen, welches auch saugut aussah.
Bill war der erste der aufstand und den Mädchen die Hand reichte.
„Setzt euch wo ihr wollt!“, meinte Tom. Nachdem sich alle begrüßt hatten. Unbewusst hoffte Georg SIE würde sich zu ihm setzen, und genauso unbewusst nahm er die Enttäuschung in sich wahr, als SIE sich zwischen Bill und Tom setzte. Die andere setzte sich zu Gustav, worauf hin dieser wieder lächelte.
Na toll. Schon wieder Bill. Immer war es Bill, auf den sich alle am meisten freuten. Es war immer Bill, der im Mittelpunkt stand. Gut, er war der Frontmann der Band und dadurch stand er sowieso mehr im Rampenlicht als die andern. Und normalerweise war Georg zufrieden damit, so wie es war, und es war ja nicht so, dass er selbst keine Fans hatte – im Gegenteil.
Aber gerade jetzt machte es ihm was aus. Und Bill nervte ihn auch gerade ziemlich.
Tom fragte die beiden nach ihren Namen.
„Soraya“, antwortete SIE und ihre Freundin stellte sich als Amy vor.
„Und wie alt seid ihr?“, fragte Gustav.
„Tja, schätzt doch mal!“, antwortete Soraya. Was für ein Name! Aber ein schöner.
„Sechzehn“, schlug Tom vor.
„Das schätzen viele, stimmt aber nicht!“, sagte Amy grinsend und Soraya schüttelte mit dem Kopf.
„Siebzehn?“, fragte Bill. Wieder ein Kopfschütteln. „Sagt!“, forderte Bill ungeduldig und grinste abwartend.
Allein schon wie er sie ansah, machte Georg sauer, vor allem, weil sie ihm ein unglaubliches Lächeln schenkte, das seine Augen aufleuchten ließ.
„Vierzehn!“, antworteten Amy und Soraya dann im Chor.
Den Jungs klappten die Unterkiefer runter. Soraya lachte laut auf und grinste dann.
„Mund zu!“, sagte Amy grinsend.
Bill schloss seinen Mund als erster und schluckte.
„Ihr wollt uns wohl verarschen, wa!?“, meinte Tom fest überzeugt und doch verwirrt. Doch Soraya und Amy verneinten.
Es war Georg unbegreiflich, dass ein Mädchen mit 14 aussehen konnte wie 16. So reif und so besonders …
Das Meet&Greet verlief gut, es wurde viel gelacht und es wurden viele Fotos gemacht. Abwechselnd dokumentierten sie alles mit der Handycam von Soraya. Diese ließ sich gerade zum x-ten Male mit Bill fotografieren, was Georg innerlich auf die Palme brachte.
„Georg?“ Plötzlich stand sie vor ihm und bat ihn um ein Foto. Das ließ er sich nicht zweimal sagen.
Tom nahm die Digi-Cam und machte Fotos, während Gustav mit der Kamera filmte. Georg legte seinen rechten Arm um Sorayas Taille, sie tat es ihm nach und beide lächelten glücklich in beide Kameras.
Es wurden noch etliche Fotos gemacht und die Zeit verging viel zu schnell.
Man merkte Soraya und Amy ihr Alter kein bisschen an. Sie wirkten reifer und älter. Dennoch wusste Georg nicht, was sie für ihn so interessant machte. War es ihr Aussehen? Ihre Art? Oder doch einfach nur sie selbst? Er wusste es nicht.
Zum Abschied umarmten Soraya und Amy jeden einmal. Als sie Georg umarmte, drückte sie ihm etwas in die Hand. Dann waren sie weg.
„Was für eine Frau!“, raunte Tom und ließ sich auf die Couch fallen, auf der sie zu Anfang mit den Mädchen gesessen hatten.
Georg, Gustav und Bill taten es ihm nach, alle in Gedanken versunken.
„Meint ihr die sind noch Jungfrau?“, fragte Tom, bezog sich dabei aber eigentlich nur auf Soraya und sprach aus, was auch Georg und Bill sich fragten. Bei so einem Mädchen war es eine schwere Vorstellung. Die Kerle auf ihrer Schule mussten ihr in Massen zu Füßen liegen.
„Amy nicht!“, antwortete Gustav und konnte sich ein grinsen nicht verkneifen.
„Oh, Gusti hat’s erwischt, was?“, grinste Georg.
„Aber dich, was?“, meinte Bill und wusste nicht, dass er damit Recht hatte. Wie auch, wenn Georg es selbst noch nicht wusste.  
„Musst du grad sagen!“, erwiderte Georg trocken. Bill warf ihm einen kühlen Blick zu und wand sich von ihm ab.
Tja, dafür hab ich ihre Nummer!, dachte Georg gehässig, als er Sorayas Zettel las, auf dem nur diese eine Nummer geschrieben stand.
„Macht euch keinen Kopf, Jungs, das war nur ein Meet and Greet, wir sehen sie nie wieder! Sie haben uns nur besucht, so zu sagen!“, versuchte Tom einen möglichen Streit zu verhindern.

Teil 2: Feelings in me         

                                                                  Unmöglich. Es war unmöglich und völlig absurd, so etwas zu denken! Wie konnte er! Behaupten, er wäre verliebt! In einen Fan! Gerade er! Bei einem Altersunterschied von 3 Jahren! Mit der Tatsache, dass sie bald auf Europa-Tour gingen!!
Wütend knallte Bill die Badtür hinter sich zu und begann sich ab zu schminken.
Georg kannte ihn doch lange genug, um zu wissen, dass er so etwas nicht tun würde! Und selbst wenn er sich in sie verliebt hätte - er würde so einer Tatsache keine Chance geben!  Überhaupt würde er gar nicht erst auf die Idee kommen.
Auch, wenn sie perfekt aussah.
Wenn sie einen super Charakter hatte.
Wenn sie aussah wie 16 und auch diese Reife hatte.
Wenn er sie ansah und ein angenehmes Kribbeln im Bauch hatte und wenn sie ihn anlächelte, ihm sein Herz bis zum Hals klopfte.
Und auch, wenn er vor Wut platzen könnte, weil sie Georg beim Abschied einen Zettel in die Hand gedrückt hatte, und ihm nicht.
Und wenn er wissen wollte, was darauf stand.
ER WAR NICHT VERLIEBT!!!
Definitiv nicht.
Bill verließ, immer noch wütend, das Bad. Er nahm sich Handy und Zimmerschlüssel vom Bett und ging aus dem Zimmer.
Unbemerkt von David Jost oder einem seiner Bandkollegen schaffte Bill es aus dem Hotel.
Draußen war es schon dunkel und die Straßen waren fast menschenleer. Die Chancen standen also gut, dass er nicht erkannt wurde. Er sah sich kurz nach recht und links um, steckte dann die Hände in die Hosentaschen und schlenderte los, nach rechts. Auch wenn er es nicht durfte und, wenn es rauskam, er wahrscheinlich riesigen Ärger mit David bekommen würde, tat er es.
Jetzt erst wurde ihm klar, dass er sich hier in der Gegend überhaupt nicht auskannte. Und es war ihm egal. Es war ihm egal, dass er sich vielleicht verlaufen würde. Es war ihm egal, dass die anderen ihn vielleicht suchen würden und es war ihm egal, wie lang Davids Predigt sein würde, wenn sie ihn gefunden hatten.
Es war ihm auch egal, was Soraya gerade machte. Und er versuchte zu ignorieren, dass er sich mit letzterem selbst belog.
Dennoch, auch, wenn er es nicht zugeben würde, wusste er, dass Georg mit seiner Behauptung nicht ganz Unrecht gehabt hatte.
Außerdem konnte Bill diese Behauptung nur an Georg zurückgeben.
Bill sah sich im Spiegel eines Fensters an und seufzte. Also gut.
Liebe auf den ersten Blick sollte es ja geben.
 Plötzlich hörte er eine helle Stimme, ganz in der Nähe. „Georg!“, rief sie überrascht. Erschrocken blieb Bill stehen und lauschte.
„Echt? … Ja … Okay, bis gleich!“ Dann waren schnelle Schritte zu hören. Er lief weiter, wusste aber noch immer nicht, wohin. Auf einmal prallte er von etwas ab und schwankte, konnte sich aber noch halten. Ein Mädchen schrie erschrocken auf. Dieselbe Stimme, die er eben telefonieren gehört hatte. „Mein Gott, kannst du nicht … Bill?“
„Soraya???“ Was um alles machte sie hier? Und – wieso wollte sie zu Georg?
„Was machst du denn hier?“
„Das Selbe könnte ich dich fragen! Was hat ein 14-jähriges Mädchen alleine im Dunkeln zu suchen um diese Uhrzeit? In einer Großstadt?!“
„Und solltest du nicht eigentlich im Hotel sein?“
„Da hast du Recht!“
„Aber?“
„Tja … ich muss auch mal an die Luft! Und da um diese Uhrzeit wohl niemand mehr draußen rumläuft, der mich erkennen könnte …“
„Aha … na ja … vielleicht können wir ja zusammen zum Hotel zurück laufen? Ich wollte eh grad-“
„Zu Georg?“, unterbrach er sie - gereizt? Wieso reagierte er so empfindlich? Freute er sich nicht, sie zu sehen?
„Ja, woher weißt du-“
„Ich hab dich grad telefonieren gehört!“, schnitt er ihr das Wort schon zum zweiten Mal ab.
„Kannst du mich auch ausreden lassen?“, fragte sie, klang aber freundlich. Bill grinste schief.
„Klar, sorry!“
„Passt schon!“
Den ganzen Weg zum Hotel hatten sie kein Wort geredet. Vor Georgs Zimmer hatte sie sich mit einer Umarmung verabschiedet.
Jetzt lag Bill in seinem Bett und konnte seit geschlagenen zwei Stunden nicht einschlafen. Immer, wenn er gerade wegdöste, wanderten seine Gedanken zu Soraya.
Sollte er wegen ihr schon schlaflose Nächte haben?
Obwohl er sie noch nicht einmal 24 Stunden kannte?
Dennoch verspürte er das Bedürfnis, sie zu sehen … sie in den Arm zu nehmen und ihre Nähe zu spüren. Sie zu küssen? Ja, vielleicht.
Fest stand, dass er wegen ihr nicht schlafen konnte.
War er also doch verliebt? In ein Mädchen, dass er kaum kannte? Dessen Anwesenheit allerdings eine angenehme Wärme in ihm auslöste? Bei dem er sich wünschte, bei ihr sein zu können?
In ein Mädchen, dass er nicht kannte, welches ihm aber trotzdem das Gefühl gab … ja, was für ein Gefühl? Er konnte es nicht beschreiben.
War er verliebt, nur weil sie ihn so verwirrte, dass er sich seine Gefühle selbst nicht erklären konnte?
Aber würde er ein Mädchen küssen wollen, für das er nichts empfand?

Teil 3: One night … „Ich glaub ich geh’ dann mal, mein Dad macht sich bestimmt Sorgen!“ Soraya lächelte entschuldigend und stand auf. „Warte, ich bring dich noch bis zur Tür!“, antwortete Georg. „Oder soll ich dich nach Hause bringen?“, versuchte er es weiter. So ein Girl konnte er unmöglich einfach so gehen lassen. Schließlich wusste er nicht, wann er sie das nächste Mal treffen konnte. „Nicht nötig!“, antwortete sie und öffnete die Tür seines Zimmers. Georg suchte krampfhaft nach einer Lösung, um sie noch hier zu behalten. Irgendwie, egal wie. „Du, ich hab da kein Problem mit, ehrlich nicht. Mich wird schon keiner erkennen!“, versuchte er sie zu überreden. Sie schien kurz zu überlegen, dann nickte sie. Innerlich jubilierte Georg auf. Er schnappte sich seine Jacke vom Bett, als Sorayas Handy klingelte. „Ja? … Hey Dad … echt? … krass … ja … nein noch nicht … ja klar freu ich mich … ja … für mich alleine? … Amy auch? … okay … ja mach ich … ciao!“ Sie drehte sich grinsend zu Georg um. Er sah sie fragend an. „Du brauchst keine Jacke! Amy und ich haben ein Zimmer hier im Hotel!“, sagte sie und er grinste. Wenn er auch nicht verstand, wieso, fand er es doch gut, dass sie hier im Hotel bleiben würde. Georg nahm seinen Zimmerschlüssel und schloss die Tür hinter ihnen. Es war schon nach Mitternacht, und so war niemand mehr auf den Fluren zu sehen. Alles schien wie ausgestorben. Leise gingen sie den langen Flur entlang zum Fahrstuhl. Plötzlich hörte Georg ein Klicken und sah sich suchend um. Er hätte schwören können, dass jemand eine Tür geöffnet hatte, doch er sah nichts Verdächtiges. Wahrscheinlich war es der Fahrstuhl gewesen, der jetzt seine Türen öffnete. Noch einmal sah er sich suchend um, dann stieg er hinter Soraya in den Fahrstuhl.
 Als sie an ihrem Zimmer angekommen waren, blieben sie eine Weile schweigend davor stehen. „Willst du nicht noch kurz mit reinkommen?“, fragte Soraya auf einmal.
„Klar, warum nicht?“, antwortete er. Nachdem sie die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, sah sich Soraya im Zimmer um, während Georg sich auf ihr Bett setzte und sie beobachtete.

Sie war verdammt nochmal heiß. Doch es war nicht so, dass er sie nur ins Bett kriegen wollte. Sicherlich, wenn sich die Gelegenheit bot, würde er bestimmt nicht Nein sagen. Trotzdem hatte sie etwas, was sie für ihn interessanter machte als manch anderes Mädchen. Er konnte sich nicht erklären, dass ihn ein 14-jähriges Mädchen so beeindrucken konnte, und doch ließ er es gerne zu. Plötzlich drehte sie sich zu ihm um und sah ihn fragend an. „Wann müsst ihr morgen los?“, wollte sie wissen. Georg zuckte nur mit den Schultern. Was interessierte sie das? Sie grinste verführerisch und stellte sich vor ihn. Was hatte sie vor? „Na, bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit!“, hauchte sie, während sie ihm die Arme auf die Schultern legte. Dafür musste sie sich ein wenig runter beugen und gewährte ihm so einen Einblick in ihr Dekollete. Georg musste grinsen. Sie erwiderte es und beugte sich weiter zu ihm runter, wobei sie ihn sachte mit dem Rücken aufs Bett drückte. Oh ja! Diese Frau wusste mit Männern um zu gehen!

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