By your side-by Shingel

Broken Image

by: Claudia

Kapitel 1 – Der Anfang


Kathy sah aus dem Fester und beobachtete die Landschaft. Lauter Berge und Felder.
Kathy stand net so auf Natur.
„Hey Kit! Was machst du?“, fragte Ellen und sah Kathy neugierig an.
„Was soll ich denn hier schon machen?“, sagte sie sarkastisch und drehte sich zu Ellen um.
„Oh man, ich versuche doch bloß ein Gespräch mit dir anzufangen!“, sagte Ellen beleidigt und drehte sich zum Fenster auf ihrer Seite.
Kathy mochte Ellen nicht, sie mochte keinen, der in diesem Wagen saß. Ihre Bandkollegen, tz. Die 3 waren totale Anfänger und machten ständig Fehler, sie konnten nicht einmal nen Song proben, ohne gleich einen Fehler zu machen, Kathy hatte es echt satt und das die anderen sie dann auch noch Kit nannten, regte sie noch mehr auf.
„So Leute, wir sind gleich da“, sagte Mike ihr Manager, der ganz vorne im Van saß.
Von Kathy Bandkollegen kam ein „Juhu“. Kathy stöhnte leise und sah auf das Schild vor ihr.
„Magdeburg“
Kathy merkte, wie sie langsam Kopfschmerzen bekam.
„Alles okay?“, fragte Ben der eine Reihe vor Kathy saß.
Kathy sah ihn unzufrieden an und runzelte mit der Stirn.
„Ich glaub ich bekomme Kopfschmerzen.“
„Das ist nicht gut“, meinte dann auch Evelyn.
Kathy sah weiter aus dem Fenster und bettete zu Gott, dass sie bald im „Hotel“ ankamen. Genau in diesem Moment hielt der Van. Sie standen vor einem lumpigen kleinen Rasthof.
„Da sind wir!“, sagte Mike zufrieden und stieg aus. Mit einem seufzen stieg auch Kathy aus und der Rest der Band tat es ihr gleich. Die 5 betraten die Eingangshalle. Kathy rümpfte die Nase.
Mike besorgte jedem ein Zimmer und gab uns dann die Schlüssel. Kaum hatte Kathy ihren Schlüssel ging sie zur Treppe und stieg dann bis zum dritten Stock. Als sie oben war öffnete sie das Zimmer mit der Nummer 214. Sie ging rein und schloss die Tür. Das Zimmer war winzig, es stand ein kleines Bett in der Ecke und daneben ein Nachttisch. Auf der anderen Seite des Zimmers stand ein winziger Schrank. Kathy seufzte und lies sich aufs Bett fallen, das augenblicklich quietschte.
„Na toll! Schon schön ausgeritten!“
Kathy lies sich trotzdem ganz aufs Bett fallen und starrte die Decke an. , Scheiße hier´, dachte sie und schloss die Augen es klopfte. Mist, konnte man nicht einmal seine Ruhe haben?
„Es ist offen“, rief Kathy und die Tür wurde geöffnet. sie richtete sich wieder auf um zu sehen, wer es war: Ben.
„Du hast deine Tasche vergessen!“, sagte er und hielt ihre Tasche hoch.
„Oh, Danke!“, meinte sie stand auf und nahm ihm die Tasche ab.
„Scheiße hier!“, sagte Ben und sah sich in ihrem Zimmer um, „Es sieht in allen zimmern so aus!“
„Ja?“, sagte sie teilnahm los und drehte sich um, sie hatte keine Lust auf Smalltalk und schon recht nicht mit ihm. Doch Ben wollte alles andere als gehen und trat in ihr Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Er setzte sich auf einen Stuhl in der ecke, den Kathy noch nicht entdeckt hatte.
„Freust du dich schon auf die Konzerte hier?“, versuchte er ein Gespräch.
„Ähm.. naja, was sind das den für Auftritte? Ein paar Lieder vor höchstens 30 Leuten!“, sagte sie gleichgültig.
„Also ich zumindest bin total aufgeregt!“
Sie sah sich Ben genauer an, eigentlich war es ganz süß, er hatte längeres braunes Haar, braune Augen und war so 1.85m groß und fast zwei Köpfe größer als sie und er hatte ne tolle Figur. Doch so ganz, war er nicht ihr Typ.
„Wie lang bleiben wir eigentlich hier?“, fragte Kathy.
„Wir sollen hier so um die zwei Wochen bleiben.“
„Scheiße, so lange? In dieser Raststätte“, meckerte Kathy und lies sich aufs bett fallen, das sofort quietschte. Sie und Ben fingen gleichzeitig an zu lachen.
„Beeeeeeeeeeeeeeeeen?“, kam es aus dem Flur, „Wo bist du?“
„Oh, Evelyn! Tja dann bis später“, sagte Ben und verlies das Zimmer. Endlich hatte sie wieder ihre Ruhe.
Doch nun wusste sie auch nichts mehr mit sich anzufangen. Sie ging zu ihrer Tasche und packte ihr Zeug aus. Ganz unten in der Tasche fand sie ein Foto. Sie sah es sich an, sie konnte sich gar nicht daran erinnern, dass sie es mitgenommen hatte.
Auf dem Bild waren sie ihr Vater und ihre Mutter zu sehen, alle in einer innigen Umarmung.
Kathy musste schmunzeln.
Sie legte das Foto zurück in ihre Tasche und legte sie auf den Schrankboden. Sie schnappte sich ihre Zimmerschlüssel und ging raus in den Flur, aus dem Zimmer ihr gegenüber kam lautes lachen. Sie erkannte Bens lachen. Die brauchen mich ja eindeutig net! ´, dachte sie und lief bis zum Ende des Flurs und klopfte dann an der Zimmertür Nummer 200.
Wie erwartet öffnete Mike.
„Oh, Kathy, kann ich dir helfen?“
„Nein! Ich wollte nur sagen, dass ich mal raus gehe, ich hab mein Handy bei, falls was ist.“
„Okay, aber geh nicht zu weit weg. In Ordnung?“
„Jop!“ sagte sie zufrieden und ging die Treppen runter und verlies die Raststätte. Sie lief rechts die Straße entlang, wie auf der fahrt schon, lauter berge und Felder. Kathy lies den Kopf sinken und lief stur weiter. Irgendwann musste sie ja schließlich irgendwo ankommen.
Nach ca. 5 Minuten kam sie in einem kleinem Dörfchen an. Vor dem Dörfchen stand ein gelbes Schild:
„Loitsche“
Kathy hatte noch nie davon gehört. Trotzdem ging sie weiter, bis sie an einem kleinen Spielplatz ankam. Er war leer. Kein wunder, es war auch schon dunkel. Sie ging weiter und setzte sich auf eine Schaukel sie sah auf den sandüberstreuten Boden.
Sie schaukelte leicht, sodass sie mit den Füßen auf dem Boden blieb. Sie sah auf, ins Nichts, in die Dunkelheit.
Sie wollte nicht, dass ihr leben so weiter ging, aber sie wusste auch nicht, was sie dagegen tun sollte.
Also lies sie alles beim alten, sie schaukelte noch 15 Minuten bis ihr Handy klingelte. Sie sah auf den Display: Ben.
Sie nahm ab, „ Hallo?“
„Hey Kit wo bist du?“, fragte Ben, mit leichter Sorge in der Stimme.
„Ähm..ich glaub ich bin in nem Park. Wieso? Sucht Mike mich?“
„Nö, eigentlich net, nur du warst nicht in deinem Zimmer und Mike wusste halt auch net wo du genau bist und ähm..wir haben uns Sorgen gemacht.“, sagte er nervös.
„Ich komme jetzt zurück, ist sowie so langweilig hier!“, sagte sie und wunderte sich, warum sie es ihm erzählte. Ging ihn doch gar nichts an!
„Okay, bis gleich dann!“, meinte Ben und legte auf.
Kathy packte ihr Handy wieder ein und stand auf, sie klopfte sich en Dreck vom Hintern und machte sich auf den weg zurück.
Als sie an der Raststätte ankam, war es völlig dunkel. In der Eingangshalle wartete bereits Ben auf sie. Als es sie sah sprang er fröhlich auf und lief auf sie zu.
„Welcome back!“, meinte er fröhlich und heftete sich an ihre Fersen, als sie an ihm vorbei lief und die Treppen hoch wollte.
Kathy ging zu ihrem Zimmer und schloss die Tür auf: „Gute Nacht, Ben!“
Sie lächelte ihn an und verschwand im Zimmer. Kathy schüttelte den Kopf und trat weiter ins Zimmer, sie zog sich ne Boxershorts an und ein enges Top an und legte sich aufs Bett und deckte sich zu.
Sie starrte die dunkle Decke an und schloss dann die Augen.

Am nächsten Morgen stand Kathy unzufrieden auf. Ich war übel und sie sie wusste jetzt schon, dass der Tag nicht gut werden würde.
Sie stand auf zog sich ne verwaschene Jeans und ein schwarzes T-Shirt an und ging raus in den Flur.
„Hey Kit!“, erklang Ellens Stimme, Kathy drehte sich um und sah in ihr Gesicht:
„Moin!“, sagte sie.
„Kommste mit zum Frühstück?“, fragte Ellen.
Kathy nickte stumm und lief Ellen schweigend hinterher, sie gingen die Treppe runter und betraten den Speisesaal. Na ja, ein kleiner Raum mit ein Paar Tischen und Stühlen. „Hier her!“, rief Mike und winkte Ellen und Kathy zu sich. Kathy ging auf seinen Tisch zu, wo bereits die anderen saßen. Kathy setzte sich zwischen Ben und Mike und sah betroffen in die Runde, sie hatte echt keine Lust was zu Essen.
„Und gut geschlafen hier?“, fragte Mike.
Ein murren erfüllte den Tisch. Kathy lächelte, also nicht. Kathy machte es sich aus den Stuhl bequem und lauschte den anderen beim schwatzen.
„Isst du nichts?“, fragte sie, Evelyn.
„Nö, mir is net nach essen.“
Sie sah mich skeptisch an, genau wie die anderen.
„Du musst aber essen, du bist doch sowieso nur haut und Knochen.“, sagte Mike besorgt.
Kathy verdrehte die Augen, nicht das schon wieder.
Sie hasste es, wenn man über ihre Figur sprach, sie wusste selber wie dünn sie war, das musste ihr echt keiner mehr unter die Nase reiben.
Sie stand auf, „Ich gehe mal wieder in mein Zimmer.“
„Okay, aber vergiss nicht, dass wir uns um 4 in der Eingangshalle treffen.“, mahnte sie noch einmal Mike.
Kathy nickte und verlies den Speisaal, ihr war immer noch übel, sie entschied wieder raus zu gehen. Draußen was es ziemlich dunkel und Kathy schätzte, dass es wegen dem bewölkten Himmel so war.
Eine leichte Brise kam auf und wehte ihre braunen Haare wild durch die Luft. Sie schlang ihre Arme eng um ihren Körper und lief durch die Gegend. Sie achtete nicht auf ihre Schritte und kam wieder an dem kleinen Spielplatz an.
Wohnten hier etwa keine Kinder oder warum war dieser Spielplatz immer leer? Kathy setzte sich auf die Schaukel und sah in den Himmel. Wie sehr sie sich jetzt Sonne wünschte.
Sie mochte solches Wetter nicht, das brachte sie bloß auf schlechte Gedanken. Und die Brauchte sie jetzt echt nicht, immerhin musste sie heute noch mal auftreten. Wieder verzog sich ihr Gesicht.
Sie wollte doch einfach mal ausspannen. Sie wollte zu ihrer alten Band zurück. Plötzlich spürte sie etwas Kaltes an der Wange, sie erschrak und kippte hinten über.
„Au!“ schrei sie, als sich auf dem Boden landete.
Der Schmerz war so groß, dass sie ihre Augen schloss.
„Oh Gott, sorry, das wollte ich nicht!“, erklang eine Jungenstimme.
Kathy öffnete ihre Augen zu schlitzen: Ben.
Was wollte der schon wieder?
Ben half Kathy sich aufzusetzen. Sie legte ihre hand auf den Hinterkopf.
„Verdammt!“, fluchte sie , „Was war das?“
Ben hielt ein Red Bull hoch:
„Du magst das doch!“, sagte er leise.
Sie nahm ihm das kalte Red Bull ab und hielt es sich an die Schläfe. Kathy setzte sich zurück auf die Schaukel und hatte die Augen fest geschlossen. Ben setzte sich neben sie und sah sie Schuldbewusst an.
„Was treibt dich eigentlich hier her?“, fragte sie genervt.
„Ich wollte was Süßes kaufen und da hab ich hier im Supermarkt halt was Süßes geholt. Und auf dem Rückweg hab ich dich hier sitzen gesehen und da hab ich gedacht, dass ich mal zu dir komme.“
„Aso!“, sagte sie und öffnete langsam die Augen.
Ihr Kopf fühlte sich so an, als ob er gleich platzen würde.
„Wie viel Uhr haben wir?“, fragte Kathy.
Ben sah aus sein Handy Display und stand abrupt auf.
„Scheiße, 10 vor 4. Wir müssen gehen!“, sagte Ben panisch er nahm die Einkaufstasche neben sich, die Kathy erst jetzt bemerkte. Auch sie stand auf und folgte Ben, der voraus gegangen war.
Ben lief so schnell er konnte und Kathy hatte richtige Schwierigkeiten ihm zu Folgen. In Gedanken verfluchte sie ihn und wünschte ihm die Pest an den Hals. Natürlich kamen die beider zu spät, was ihnen erstmals eine Predigt von Mike einbrachte, welche ihre Kopfschmerzen nicht gerade minderte.
Kathy sah zu Evelyn die sie streng musterte. Kathy sah schnell weg und konzentrierte sich wieder auf Mike.
„Wir sind wirklich spät dran, also alle ab in den Van“, beendete er seinen Satz und bugsierte sie noch draußen.
Kathy saß wieder hinten, diesmal aber neben Evelyn, die sie weiter musterte.
Kathy sah aus dem Fenster um sich abzulenken.
„Was soll das eigentlich mit der red Bull Dose?“, fragte Evelyn nun.
Erst jetzt merkte Kathy, dass sie sich immer noch die Red Bull Dose an die Schläfe hielt, sie war schon ganz warm.

 

Kapitel 2 – Let`s Rock

Der van fuhr zum Dorf, am Spielplatz vorbei und ein paar Straßen weiter und blieb am Angels Pub stehen.

Kathy stieg unzufrieden mit der Red Bull in der Hand aus.

„Und hier sollen wir spielen?“, fragte sie ungläubig und musterte das kleine schäbige Gebäude.

„Ja toll hier; nicht?“, sagte Mike fröhlich.

Kathy riss sich zusammen und sagte nichts, sie schloss die Augen, um denn Schmerz kurz zu entfliehen und starrte dann wieder denn Schuppen an.

„Kommt!“, meinte Mike und lief um den Schuppen herum, durch eine kleine Gasse.

Auf der Rücksite war eine alte Tür auf der „Hintereingang“ stand.

„Wer hätte das gedacht?“, sagte Kathy und stieß die Tür auf. Sie landete in einer Art Besenkammer, in der es verdächtig nach Schimmel stank.

Vor Kathy war noch eine Tür, diese öffnete sie schnell um den Gestank zu entkommen.

Sie landete in einem langen, engen Flur.

,Das ist ja wie in Puff hier`, dichte sie sich und wurde von Mike überholt.

Sie sah ihm nach, wie er den Gang entlang lief und an jeder Tür stehen blieb und die Schildchen die drauf waren zu lesen.

Kathy verschränkte die Arme vor der Brust. Als Mike am ende des ankam, öffnete er die Tür vor sich und verschwand dort.

„Irgendwie ist das eklig hier.“, sagte Ellen und lehnte sich an die Wand Kathy gegenüber.

Kathy sagte nichts sondern starrte weiter zum ende der Flurs.

Von dort kam lautes lachen.

Die Tür öffnete sich und ein dicker Mann mit Halbglatze verließ das Zimmer, dicht5 gefolgt von Mike.

Die beiden gingen auf die band zu.

Der Dicke blieb vor Kathy stehen, er hatte ein dreckiges weißes Muskelshirt und ne schwarze Jogginghose an.

, Widerlich`, dachte Kathy und war kurz davor wegzurennen.

„Das ist also deine Band?“, sagte Dirk mit seiner tiefen Stimme.

„Ja das sind Rocksoul, Dirk.“

Dirk grunzte und sah sich die Band an, sein Blick blieb an Kathy hängen, die den Boden musterte.

Dirk hob ihren Kopf an und sah ihr tief in die Augen:

„Wie heißt du Süße?, fragte Dirk, es stank nach Zigaretten und Alkohol.

Kathy drehte sich angewidert weg.

„Geht dich nichts an, Alter!“, sagte sie und trat einen Schritt zurück.

„Stell dich nicht so an!“, mahnte sie Mike, „Sie heißt Kathy, Dirk“, beantwortete er die Frage.

Dirk grunzte wieder.

Kathy sah ihn angewidert an und trat noch einen Schritt zurück.

Wo war sie hier bloß gelandet?

„So die Instrumente stehen auf der Bühne bereit. Die ersten Gäste kommen um 17.00 Uhr, also könnte ihr bis viertel vor proben, dann kommt ihr wieder hier auf den Flur und wartet hier bis ihr um 17.30 und dann sollt ihr auf die Bühne.“, redete Dirk und Kathy war heilfroh, als er nach seiner rede verschwand

Mike deutete auf die Tür vor Kathy:

„Da ist die Bühne.“

Da Kathy sich keinen Zentimeter bewegte, öffnete Ellen die Tür und ging auf die Bühne, Evelyn, Ben und Mike folgten ihr. Zum Schluss ging auch Kathy auf die Bühne.

Auf der Bühne stand ein Schlagzeug, eine E-Gitarre, ein Bass und ein Mikrofonständer.

„Genial!“, sagte Evelyn und sah von der Bühne runter.

Überall standen runde Tische mit Stühlen und ganz hinten eine Bar mit einem Barkeeper, der dahinter stand.

Kathy war echt überrascht, sie hätte nicht erwartet, dass es hier so cool aussah.

Kathy trat näher an den Bühnenrand, ein altes Gefühl stieg in ihr auf, alte Gedanken, die sie versucht hatte zu vergessen. Ihre Hände fingen an zu schwitzen.

Sie ballte sie zu Fäusten und stellte sich hinters Mikrofon.

„Fangen wir an!“

Kathy lehnte sich an die Wand und gleitet langsam hinunter, bis sie auf dem Boden ankam.

Die anderen taten es ihr gleich.

„Die Proben waren echt gut.“, sagte Ben zufrieden, was ihm einen bösen Blick von Kathy einbrachte. Sie war überhaupt nicht zufrieden, doch diesmal lag es nicht an den anderen, sondern an ihr, bei den Proben war sie so verkrampft, dass ihre Stimme seltsam klang und sie war total unzufrieden mit sich.

Sie öffnete ihr Red Bull, welches sie immer noch besaß und nahm einen großen Schluck.

„Was war eigentlich mit dir los? Du warst gar nicht richtig dabei und deine Stimme klang so seltsam.“, sagte Evelyn zu Kathy

Sie sah weiter die Dose in ihrer hand an und zuckte mit den Schultern.

Evelyn und Ellen sahen sich viel versprechend an.

Kathy wollte gar nicht wissen, was dieser Blick zu bedeuten hatte. Sie legten den Kopf in den Nacken und sah die dreckige Decke an. Die kniff die Augen zusammen.

Das Gefühl von vorhin war immer noch da, diese Nervosität, sie schob es auf das Lampenfieber, doch so ganz sicher war sie sich nicht.

„Hey Kathy, was hältst du davon?“ holte Evelyn sie aus ihren Gedanken.

„Hä was?“ fragte Kathy verwirrt.

„Wir wollten fragen ob du nach den Auftritt noch mit uns hier bleibst und ein bisschen feierst?“, beantwortete Ellen ihre Frage.

„Ja okay.“, sagte Kathy

Die Tür neben Ben ging auf und Mike betrat den Flur:

„Leute auf die Bühne!“. Sagte er und klatschte in die Hände. Kathy stand widerwillig auf und hoffte, dass sie besser als bei den Proben sein würde.

Zur Kathys Überraschung war der Laden voll und viele neugierige Blicke musterten sie.

Sie stellte sich vor das Mikrofon und ihr herz begann wie wild zu schlagen. Sie atmete tief ein und drehte sich dann um, Ellen hatte ihren Bass und Evelyn ihre Gitarre in der hand und Ben hatte es sich hinter den Drums bequeme gemacht und er nickte ihr viel versprechend zu, Kathy nickte zurück und sah zurück in die Menge, die neugierig wartete.

Sie hörte nur noch wie Ben den Takt angab und er, Ellen und Evelyn anfingen zu spielen.

Nun war alles automatisch, wie von alleine kamen die Worte aus ihrem Mund und Adrenalin strömte durch ihr Blut.

Sie wusste nur noch eins, sie würden das Haus Rocken!!!!

Kapitel 3 – Dirk

Kathy saß auf einem Barhocker und hörte sich schon seit einer viertel Stunde die Komplimente der anderen an. Der Auftritt war ein voller Erfolg gewesen und sie mussten sogar 6 Zugaben spielen, was sie natürlich gerne taten.

Mike überschlug sich fast und Kathy war wirklich stolz auf sich.

„Ich muss aufs Klo.“, sagte Ellen und sah sich suchend im Club nach der Toilette um.

„Ich komme mit!“, meinte auch Evelyn und beide verschwanden im hinteren Teil des Clubs.

„Ich muss mal mit Dirk reden.“, sagte Mike und verschwand Richtung Bühne

Nun waren Ben und sie alleine, gerade als Ben etwas sagen wollte, tippte ihm ein Mädchen von hinten an.

„Tanzt du mit mir?“, fragte sie zuckersüß.

Ben sah zu Kathy, die sich gerade mit dem Barkeeper unterhielt.

„Okay!“, sagte er und verschwand mit ihr auf der Tanzfläche, die sich vor der Bühne gebildet hatte und schon viele tanzten.

Kathy bestellte sich noch ein Red Bull und sah zu wie der Barkeeper das Red Bull aus der Dose in ein Glas schüttete. Sie bezahlte und nahm es ihm dankend ab.

Sie drehte sich auf ihrem Barhocker etwas rum, sodass sie auf die Tanzfläche sehen konnte und versuchte Ben und die Blondine zu entdecken, als sie ihn nicht finden konnte hielt sie Ausschau nach Ellen und Evelyn, selbst Mike war nirgends zu sehen.

Die Musik in Club war laut und es vibrierte richtig in ihr, sie musste gestehen, dass sie den Club total cool fand. Sie nahm einen großen Schluck von dem Red Bull, legte das Glas zurück auf den Tresen und überschlug die Beine.

Jeder Tisch in diesem Club war besetzt und die Gäste lachten und schrieen.

„Na?“ sagte eine raue Stimme hinter ihr. Sie drehte sich um und sah Dirk ins Gesicht, er setzte sich neben sie auf den Barhocker.

Kathy stöhnte laut auf und drehte sich von ihm weg.

Dirk drehte sie wieder zu sich und legte seine fettige Hand auf ihren Oberschenkel. Kathy sah erst die Hand und dann Dirk angewidert an. Sie schubste seine hand weg und wischte sich mit dem Handrücken über die Stelle wo eben noch seine hand lag.

„Was willst du?“, fauchte sie ihn an.

„Dich!“, hauchte er ihr ins Ohr.

Sie sprang auf und sah ihn ungläubig an, sie hatte eine Gänsehaut, so eklig fand sie ihn.

„Ääääääääääh!“, stieß sie aus und ging einen Schritt zurück.

Dirk stand auch auf und sah sie begierig an.

„Wo ist eigentlich Mike?“, fragte Kathy und ging noch einen Schritt zurück.

„Weiß net!“, sagte Dirk und ging langsam auf Kathy zu.

„Du bist so Ekelhaft!“, schrie sie, drehte sich auf den Fersen um und lief zum Ausgang.

„Warte! Ich weiß doch du willst es auch!“, schrie ihr Dirk hinterher, was ihre Schritte nochmals beschleunigte. Sie öffnete die Tür und trat ins kalte. Draußen war es bereits dunkel und Kathy bereute, dass sie ihre Jacke nicht mitgenommen hatte. Sie schlang die Arme um sich um nicht ganz der Kälte ausgeliefert zu sein und sah sich um.

Etwas Abseits das Angel Pubs stand ein Junge und raucht.

Beim genauerem hinsehen konnte Kathy erkennen, dass er schulterlanges schwarzes Haar hatte, er war ziemlich groß und schlaksig und er hatte ne dicke Lederjacke an.

Er hielt die Arme sehr nah am Körper und blies den Rauch aus.

Kathy stand da, trat von einem Bein auf das andere und beobachtete ihn. Sie stand fast 5 Minuten da, ohne, dass sich was tat. Ihr war Arschkalt und sie war kurz davor wieder in den Club rein zugehen, doch der Gedanke an Dirk hielt sie davon ab. Sie freute sich jetzt schon auf die folgenden Auftritte der nächsten zwei Wochen hier. Sie sah in den Himmel und versuchte sich die Zeit mit Sternezählen zu vertreiben, doch das hatte natürlich keinen Sinn.

Kathy sah wieder zu dem Jungen doch er war nicht mehr alleine, neben ihm stand nun ein Junge mit langem braunem Haar.

„Wo ist den Juschtel“, fragte dieser.

„Keine Ahnung, aber lass uns reingehen, ich will den Auftritt nicht verpassen und außerdem friere ich seit geschlagenen 30 Minuten und ich hab echt keinen Bock mehr!“, sagte der schwarzhaarige.

„Okay dann lass uns reingehen, die anderen kommen schon noch.“, sagte der andere und ging dann Richtung Angels Pub. Der Schwarzhaarige folgte ihm, während des Gehens warf er die Zigarette auf den Boden, die etwas weiter glühte und dann erlosch.

Als die zwei an Kathy vorbei liefen warf der Braunhaarige ihr ein lächeln zu und der Schwarzhaarige sah sie von unten bis oben an.

Als beide hinter ihr waren hörte sie den Braunhaarigen flüstern.

„Ne Neue, glaubst du ich krieg dich noch vor Tom?“

„Keine Ahnung.“, sagte der andere laut und machte die Tür zu.

Als Kathy hörte, dass sich die Tür wieder schloss schaute sie auf die Tür und schüttelte den Kopf.

Sie sah wieder in den Himmel, er war genau wie ihr Weg, denn sie noch zu gehen hatte. Schwarz.

Kathy atmete aus und sah dabei zu, wie ihr Atem gefror, als ob sie rauchen würde.

Als sie klein war, hatte sich das immer zum lachen gebracht und sie saß Stundenlang auf dem Balkon und „rauchte“.

Damals war halt alles anders, bevor sie alles kaputt gemacht hatte.

Kathy hielt Ausschau nach einer Bank und entdeckte auch eine auf der anderen Straßenseite.

Sie lief über die Straße und setzte sich auf die Bank. Sie würde hier einfach warten, bis jemand aus ihrer band kam, hoffte sie doch.

Irgendwann mussten sie sie doch suchen, wenn sie nicht da war.

Sie sah stur zur Tür des Angels Pubs und hoffte, dass die Tür aufging und Evelyn, Ellen oder Ben raus kamen und nach ihr riefen.

Mit diesem Gedanken wartete sie weitere 15 Minuten bis dann endlich die Tür aufging.

Kathy sah dankbar zur Tür, doch ihr Blick verfinsterte sich schlagartig.

Es war niemand anderes als Dirk. Sie stand auf und machte sich bereit zum weglaufen, falls er auch nur einen schritt auf sie zumachen würde.

Dirk sah sich um und dann blieb sein Blick an ihr hänge. Sie konnte ihn schon vom weiten grunzen hören. Dirk sah zurück und suchte dann die Straße ab, als er nichts sah, überquerte auch er die Straße und war keine 5 Meter von ihr entfernt.

„Verpiss dich!“, rief Kathy und lief rückwärts.

Warum konnte sie dieser Widerling nicht endlich in ruhe lassen?

„Du bist ziemlich widerspenstig!“, sagte er und er hatte ein breites Grinsen im Gesicht.

„Du bist so abartig! Kannst du dir nicht mal eine Frau in deinem Alter suchen?“

„Wieso sollte ich mir so alte holen, wenn ich dich kriegen kann?“, sagte er und ging weiter auf sie zu.

Kathy drehte sich um und rannte davon, so schnell sie nur konnte. Sie wollte weg von alldem.

Sie lief eine Ewigkeit, bis sie mit rasendem Herzen stehen blieb.

Ihr Hals brannte und sich selbst sackte am Boden zusammen. Das sie auch immer so ein Pech haben musste. Sie wischte sich mit der Hand über die Stirn und atmete langsam aus, von Dirk war nichts zu sehen.

Ihr war immer noch kalt und die Gänsehaut wollte nicht verschwinden.

Kathy beschloss zurück ins Hotel zu gehen, deshalb machte sie sich auf dem Heimweg und machte dabei einen großen Bogen um den Angels Pub. Sie hoffte inständig nicht doch noch auf Dirk zu treffen.

Kapitel 4 –Lustiges Pech

Kathy blinzelte leicht, die Sonne schien ihr ins Gesicht

„lass mich doch noch ein wenig schlafen.“, flehte sie und drehte sich auf die andere Seite.

Sie kuschelte sich in ihr Kissen und dachte an den Auftritt gestern, als es klopfte.

Kathy öffnete die Augen und starte die Tür an.

, Bitte geh jetzt einfach wieder`, dachte sie.

Doch es klopfte ein weiteres Mal.

Sie beschloss, dass sich alles und jeder gegen sie verschworen hatte und strampelte die Decke mit ihren Füßen weg.

„Kathy bist du da?“, rief eindeutig Mikes Stimme.

Das ist die Chance! Wenn sie jetzt nichts sagt, kann sie weiter schlafen.

„Ja komme!“, rief sie dann doch und schwang die Beine aus dem Bett, als sie aufstand, taten ihre Beine unheimlich weh.

„Wahrscheinlich wegen dem ganzen Gerenne gestern!“ redete sie mit sich selbst und dann kamen die ganzen Gedanken von gestern wieder auf und sie bekam eine Gänsehaut. Sie machte langsam die Tür auf.

Vor ihr stand Mike im Anzug, ein seltener Anblick.

„ich muss heute weg, da ich ein Gespräch mit eurer eventuellen neuen Plattenfirma hab, also müsst ihr heuet alleine bleiben.“

„Aha.“, sagte Kathy und grinste, sie wusste, dass er log.

Er hatte heute nämlich ein date und wollte es einfach nicht sagen.

Woher sie das wusste?

Sie hatte ihn vor ein paar tagen aus versehen beim telefonieren erwischt und da hatte er sich mit Anna verabredet.

„So ich muss dann.“, sagte Mike und sah auf seine Armbanduhr.

Kathy nickte und lehnte sich an den Türrahmen und sah Mike nach. Gerade als er bei den Treppen verschwinden wollte rief Kathy:

„Grüß Anna von mir!“

Mike drehte sich mit hochrotem Kopf um. Kathy hielt ihren Daumen hoch. Mike nickte leicht und ging dann die Treppe runter.

Kathy schüttelte lächelnd den Kopf und ging wieder in ihr Zimmer.

Sie machte die Tür zu und ging zu ihrem Schrank und holte einen schwarzen Rock raus und ein weißes langarmiges Shirt.

Mit den Anziehsachen ging Kathy ins Bad und zog sich dort aus und schlüpfte unter die Dusche, sie machte das Wasser an. Warmes Wasser lief ihren Körper hinunter und sie genoss das Gefühl, es war als ob das was gestern geschehen war mit dem Wasser in den Abfluss lief.

Irgendwann beschloss sie, das Wasser aus zu machen und trocknete sich ab. Sie zog sich an und sah dann in den Spiegel.

Ihr Gesicht sah erschöpft aus.

Kathy verlies das Badezimmer und ging und ging wieder in ihrs. Dort suchte sie sich erstmals schwarze Socken und zog sie an.

Dann holte sie noch ihre schwarzen kniehohen Stiefel und legte sie an die Tür.

Sie stand mitten im Zimmer und hatte Lust was zu machen.

Sie drehte sich ein paar Mal im Kreis in der Hoffnung doch noch etwas Interessantes im Zimmer zu entdecken, die sich suchte vergebens.

Kathy machte ihr bett und öffnete das Fenster. Der Himmel war makellos blau und man hatte ne tolle Aussicht auf das Dorf.

Sie setze sich aufs Fensterbrett und schaute sich die berge und die Landschaft an, bis ein Schmetterling vor ihrer Nase herumflog. Der Schmetterling kam so unerwartet, das Kathy vom Fenstersims fiel und mit einem dumpfen Schlag auf den Boden fiel.

„Au!“, stöhnte sie.

„Irgendwie hab ich voll das Pech hier.“, sagte sie leise und wollte aufstehen, als sie mit dem Kopf an das offene Fenster stieß.

„Fuck! Das gibt’s doch nicht.“, fluchte sie und legte sich auf den Boden.

; Ich bewage mich heute keinen Zentimeter mehr! `, entschloss sie und ihr schloss ihre Augen.

Ihr Kopf dröhnte.

Kathy spitze die Ohren, als sie draußen leise Stimmen vernahm, bis sie laut genug waren, um die einzelnen Worte zu verstehen.

„Ja und da unsere Diva ihren Kajal nicht finden konnte haben wir jetzt den letzten Bus nach Magdeburg verpasst und dürfen laufen.“ meckerte eine Jungenstimme.

„Hätte er doch nur gesagt was er sucht, ich hätte ihm sagen können, dass es den Kajal schon die ganze zeit in der Hand gehalten hatte.“, sagte nun eine andere Jungenstimme, die ihr bekannt vorkam.

„Ah kommt jetzt lasst ich doch, der hat sich doch schon tausendmal deswegen bei euch entschuldigt.“, sprach nun eine dritte Stimme, wie auch bei den anderen zweien war es eine Jungenstimme.

Kathy hätte jetzt aus reiner Neugier aus dem Fenster gesehen, doch das erschien ihr an diesem Tag zu Riskant, also blieb sie liegen.

„Jetzt beschütz ihn nicht auch noch!“, sagte die erste Stimme.

„Ey komm. Ihr habt den armen doch zu hause schon voll fertig gemacht, dass wir wegen ihm den Bus verpasst haben, dass er zu hause geblieben ist.“ sagte sie dritte Stimme.

Das war der letzte Satz den sie verstand, denn nun waren sie Stimmen so leise, dass sie kein Wort mehr verstand

Kathy drehte sich vorsichtig auf den Bauch.

, Wo habe ich bloß meinen I- Pod? , fragte sie sich und versuchte sich krampfhaft daran zu erinnern, wo sie ihn zum letzten Mal gesehen hatte.

Es klopfte.

Hatte sie den nie ihre Ruhe?

„Ist offen“ rief sie.

Die Tür öffnete sich

„Claudia?“, erklang Bens Stimme.

„Was machst du da, fragte er sie verwirrt.

„Versuche mich zu schonen!“, sagte sie.

Ben lief um das bett herum und setzte sich neben sie.

„Wie schonen?“

„Lange Geschichte.“, antwortete sie und sah zu ihm hoch.

Plötzlich fing sie an zu lachen.

„Ich weiß dass ich scheiße aussehe.“, meinet eben beleidigt.

Kathy kugelte sich vor lachen.

„Wer hat dir das angetan?“, brachte sie nur mühsam hervor.

„Ellen und Evelyn. Gestern als du weg warst, haben wir noch etwas getrunken und dann hatte die beiden die Geniale Idee zu wetten. Sie sagte, dass ich mir nie die Haare blond färben würden und besoffen wie ich war, habe ich dagegen gestimmt und jetzt….“, erklärte er und Kathy lachte noch mehr.

Kathy sah nochmals auf Bens nun fast blonden Schopf, an manchen stellen waren blonde Flecken außen herum waren die Harre wieder braun und dann hatte er noch überall auf dem Kopf verteilte Strähnchen und eine blonde Augenbraue, Kathy fing erneut an zu lachen.

„Hör auf zu lachen!“, sagte Ben und piekste sie in die Seite.

„Das sieht so scheiße aus.“, keuchte Kathy und lachte weiter.

„Kit hilf mir! Wie soll ich jetzt noch auf die Straße gehen?“

Kathy hielt sich den Bauch, so tat er schon vom lachen weh und sie hatte das Gefühl, dass sie keine Luft mehr bekam.

„Was ist den so schlimm daran? Jetzt wir dir garantiert jeder hinterher schauen!“, sagte sie, bevor sie eine neue Lachwelle überkam.

Doch Kathy übertrieb es und rollte so weit zur Seite, dass sie mit dem Kopf an das Bett stieß.

Kapitel 5 – Spaziergang.

Kathy saß mittlerweile wieder aufrecht und ihre Augen tränten, einerseits wegen des Schmerzes und anderseits vom lachen, über ihr eigenes Pech.

Sie hatte sich endlich wieder beruhigt und hatte aufgehört zu lachen, aber immer wenn sie zu Ben sah, hatte sie ein fettes grinsen im Gesicht.

„Wo sind den eigentlich die Erschaffer deiner genialen Frisur?“, fragte Kathy.

„Schlafen ihren rausch aus.“

Kathy schmunzelte.

„Jetzt aber mal ganz echt, was soll ich machen? So kann ich doch nirgends hingehen, die Leute werden denken ich wäre bekloppt. Können wir die blonden Stellen nicht wieder mit braun überfärben?“, Ben sah sie hoffnungsvoll an.

Kathy schüttelte energisch den Kopf:

„Nein niemals, sonst hast du keine blonden stellen mehr, sondern rot-lilane Stellen und das wird dann erst scheiße aussehen. Das hat mein Onkel mal gemacht.“

Ben sah traurig auf den Boden vor seinen Füßen:

„Jetzt werde ich für immer wie ein Depp aussehen.“

Kathy bekam richtig mitleid mit ihm.

„Du kannst dir die haare auch abschneiden.“, schlug sie vor.

„Nein es hat doch so lange gedauert, bis die so lang waren wie jetzt und dann hab ich außerdem ne Glatze.“

„Dann färb sie dir doch ganz blond.“

„Nie im Leben, eher sterbe ich.“, sagte Ben entsetzt.

„Na dann musst du halt so rumlaufen!“, stellte Kathy fest und lehnte sich an ihr Bett und starrte Ben durchdringend an.

„Was guckst du so?“

„Gar nichts!“, sagte sie und schaute über Ben aus dem Fenster, sie sah zweien Vögeln zu wie sie Saltos flogen.

„Gehen wir Evelyn und Ellen wecken.“, sagte Ben nach einer langen Pause.

Kathy nickte. So standen sie auf und gingen aus ihrem Zimmer und klopften an das Zimmer ihr gegenüber.

Ben klopfte nach 2 Minuten noch mal.

„JAAAAAAAA KOMME!“, schrie Evelyn.

Eine total fertige Evelyn öffnete die Tür. Sie hatte dicke, dunkle Augenringe und trug noch ihre Pyjama.

Sie sah verstört zu Kathy. Als ihr blick dann auf Ben fiel fing sie wie verrückt an zu lachen, sie ging in die Knie doch die Türklinke lies sie nicht los.

„Was`n?“, fragte eine verschlafene Stimme hinter ihr und plötzlich trat Ellen hinter Evelyn hervor, auch sie sah Kathy verwirrt an und als sie Ben ansah Fing sie an zu lachen und hielt sich den Bauch.

„Ach du scheiße!“, lachte Ellen.

„Also hast du die Wette gewonnen.“, sagte dann auch noch Evelyn.

Die zwei lachten weiter und es sah nicht danach aus, dass sie aufhören würden.

„Wenn das so ist dann gehe ich.“, sagte Ben beleidigt und ging zu den Treppen.

Evelyn und Ellen hörten auf zu lachen.

„Warte!“, sagte Evelyn, die beide sind an Kathy vorbei, in den Flur Richtung Ben gerannt.

Ben blieb stehen und drehte sich zu den beiden um.

„So kannst du doch nicht in die Öffentlichkeit!“, sagte Ellen und beide bekamen einen neuen Lachanfall.

Die zwei lagen mitten im Flur und hielten sich die Bäuche.

Ben drehte sich gekränkt um und verschwand bei den Treppen.

Kathy sprang über die beiden und folgte Ben, gerade als sie in die Eingangshalle trat, verlies Ben sie und trat nach draußen.

Sie rannte quer durch die Halle, durch die Tür und zu Ben.

Sie legte ihre Hand auf seine Schulter. Er drehte sich um und sein Blick sagte ihr, dass er total gekränkt war.

„So schlimm sieht es nicht aus. Es ist eigentlich ganz süß.“, sagte sie.

„Wirklich?“, fragte er hoffnungsvoll. Sie nickte, ein kleines lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

„Danke!“, sagte er und ging die Straße entlang. Kathy folgte ihm.

Sie sprachen kein Wort, bis sie im Dorf ankamen.

Wieder begrüßte sie das gelbe Schildchen „Loitsche“.

Kathy dachte schon darüber nach es mit nach Hause zu nehmen.

Die beiden liefen am Spielplatz vorbei, wo doch tatsächlich Kinder waren. Kathy lächelte.

Zwei Kinder bauten im Sandkasten eine Burg. Ein Kind rutschte die rutsche runter und ein schaukelte.

„Ne endlich!“, sagte Kathy, eher zu sich selbst, als zu Ben, der sie verwirrt anstarrte.

„Was endlich?“

„Ach nichts. Gar nichts.“, sie sah noch einmal zu den Kindern und wandte sich dann wieder Ben zu.

„wie bist du eigentlich in die Band gekommen?“, fragte sie neugierig.

„Ach, das war so, dass… ähm als noch mal. Ich kenne Evelyn schon seit ich im Kindergarten bin und dann war sie mal shoppen und traf Ellen, die Bass spielte und dann hat Evelyn mit dem Gitarren spielen angefangen und Evelyn wollte mich unbedingt in der Band dabei haben, da hat Ellen gesagt ich solle den Schlagzeuger machen und die zwei haben mich so damit genervt, bis ich endlich mitgemacht habe.“

Kathy nickte viel sagend:

„Cool. Cool, cool.“

„Wie bist du den eigentlich zu uns gekommen? Den Grund hab ich immer noch nicht kapiert, du warst ja von einem auf den anderen tag plötzlich bei uns. Und Mike hat was von alter band gelabert.“

„Nein! Ich werde es dir noch nicht erzählen, dazu kenne ich dich einfach noch zu wenig.“, sagte Kathy

„Ey das ist doch unfair, ich habe es dir doch auch erzählt.“, meckerte Ben.

„Ja, aber ich habe dich nicht dazu gezwungen. Und meine Geschichte ist dann doch etwas länger, als deine.“

„Ich hab Zeit.“

Kathy schüttelte den Kopf:

„Ich verspreche, dass ich dir die Geschichte mal erzählen werde, wenn ich bereit bin es dir zu erzählen, denn Momentan verarbeite ich es selbst noch. Das alles ist ja auch erst ein paar Wochen her!“, erzählte Kathy.

Ben grinste:

„Na dann warte ich halt noch, aber ich werde dich noch an dein versprechen erinnern!“

Kathy nickte:

„Ja, mach das!“

Kapitel 5 – Spaziergang.

Kathy saß mittlerweile wieder aufrecht und ihre Augen tränten, einerseits wegen des Schmerzes und anderseits vom lachen, über ihr eigenes Pech.

Sie hatte sich endlich wieder beruhigt und hatte aufgehört zu lachen, aber immer wenn sie zu Ben sah, hatte sie ein fettes grinsen im Gesicht.

„Wo sind den eigentlich die Erschaffer deiner genialen Frisur?“, fragte Kathy.

„Schlafen ihren rausch aus.“

Kathy schmunzelte.

„Jetzt aber mal ganz echt, was soll ich machen? So kann ich doch nirgends hingehen, die Leute werden denken ich wäre bekloppt. Können wir die blonden Stellen nicht wieder mit braun überfärben?“, Ben sah sie hoffnungsvoll an.

Kathy schüttelte energisch den Kopf:

„Nein niemals, sonst hast du keine blonden stellen mehr, sondern rot-lilane Stellen und das wird dann erst scheiße aussehen. Das hat mein Onkel mal gemacht.“

Ben sah traurig auf den Boden vor seinen Füßen:

„Jetzt werde ich für immer wie ein Depp aussehen.“

Kathy bekam richtig mitleid mit ihm.

„Du kannst dir die haare auch abschneiden.“, schlug sie vor.

„Nein es hat doch so lange gedauert, bis die so lang waren wie jetzt und dann hab ich außerdem ne Glatze.“

„Dann färb sie dir doch ganz blond.“

„Nie im Leben, eher sterbe ich.“, sagte Ben entsetzt.

„Na dann musst du halt so rumlaufen!“, stellte Kathy fest und lehnte sich an ihr Bett und starrte Ben durchdringend an.

„Was guckst du so?“

„Gar nichts!“, sagte sie und schaute über Ben aus dem Fenster, sie sah zweien Vögeln zu wie sie Saltos flogen.

„Gehen wir Evelyn und Ellen wecken.“, sagte Ben nach einer langen Pause.

Kathy nickte. So standen sie auf und gingen aus ihrem Zimmer und klopften an das Zimmer ihr gegenüber.

Ben klopfte nach 2 Minuten noch mal.

„JAAAAAAAA KOMME!“, schrie Evelyn.

Eine total fertige Evelyn öffnete die Tür. Sie hatte dicke, dunkle Augenringe und trug noch ihre Pyjama.

Sie sah verstört zu Kathy. Als ihr blick dann auf Ben fiel fing sie wie verrückt an zu lachen, sie ging in die Knie doch die Türklinke lies sie nicht los.

„Was`n?“, fragte eine verschlafene Stimme hinter ihr und plötzlich trat Ellen hinter Evelyn hervor, auch sie sah Kathy verwirrt an und als sie Ben ansah Fing sie an zu lachen und hielt sich den Bauch.

„Ach du scheiße!“, lachte Ellen.

„Also hast du die Wette gewonnen.“, sagte dann auch noch Evelyn.

Die zwei lachten weiter und es sah nicht danach aus, dass sie aufhören würden.

„Wenn das so ist dann gehe ich.“, sagte Ben beleidigt und ging zu den Treppen.

Evelyn und Ellen hörten auf zu lachen.

„Warte!“, sagte Evelyn, die beide sind an Kathy vorbei, in den Flur Richtung Ben gerannt.

Ben blieb stehen und drehte sich zu den beiden um.

„So kannst du doch nicht in die Öffentlichkeit!“, sagte Ellen und beide bekamen einen neuen Lachanfall.

Die zwei lagen mitten im Flur und hielten sich die Bäuche.

Ben drehte sich gekränkt um und verschwand bei den Treppen.

Kathy sprang über die beiden und folgte Ben, gerade als sie in die Eingangshalle trat, verlies Ben sie und trat nach draußen.

Sie rannte quer durch die Halle, durch die Tür und zu Ben.

Sie legte ihre Hand auf seine Schulter. Er drehte sich um und sein Blick sagte ihr, dass er total gekränkt war.

„So schlimm sieht es nicht aus. Es ist eigentlich ganz süß.“, sagte sie.

„Wirklich?“, fragte er hoffnungsvoll. Sie nickte, ein kleines lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

„Danke!“, sagte er und ging die Straße entlang. Kathy folgte ihm.

Sie sprachen kein Wort, bis sie im Dorf ankamen.

Wieder begrüßte sie das gelbe Schildchen „Loitsche“.

Kathy dachte schon darüber nach es mit nach Hause zu nehmen.

Die beiden liefen am Spielplatz vorbei, wo doch tatsächlich Kinder waren. Kathy lächelte.

Zwei Kinder bauten im Sandkasten eine Burg. Ein Kind rutschte die rutsche runter und ein schaukelte.

„Ne endlich!“, sagte Kathy, eher zu sich selbst, als zu Ben, der sie verwirrt anstarrte.

„Was endlich?“

„Ach nichts. Gar nichts.“, sie sah noch einmal zu den Kindern und wandte sich dann wieder Ben zu.

„wie bist du eigentlich in die Band gekommen?“, fragte sie neugierig.

„Ach, das war so, dass… ähm als noch mal. Ich kenne Evelyn schon seit ich im Kindergarten bin und dann war sie mal shoppen und traf Ellen, die Bass spielte und dann hat Evelyn mit dem Gitarren spielen angefangen und Evelyn wollte mich unbedingt in der Band dabei haben, da hat Ellen gesagt ich solle den Schlagzeuger machen und die zwei haben mich so damit genervt, bis ich endlich mitgemacht habe.“

Kathy nickte viel sagend:

„Cool. Cool, cool.“

„Wie bist du den eigentlich zu uns gekommen? Den Grund hab ich immer noch nicht kapiert, du warst ja von einem auf den anderen tag plötzlich bei uns. Und Mike hat was von alter band gelabert.“

„Nein! Ich werde es dir noch nicht erzählen, dazu kenne ich dich einfach noch zu wenig.“, sagte Kathy

„Ey das ist doch unfair, ich habe es dir doch auch erzählt.“, meckerte Ben.

„Ja, aber ich habe dich nicht dazu gezwungen. Und meine Geschichte ist dann doch etwas länger, als deine.“

„Ich hab Zeit.“

Kathy schüttelte den Kopf:

„Ich verspreche, dass ich dir die Geschichte mal erzählen werde, wenn ich bereit bin es dir zu erzählen, denn Momentan verarbeite ich es selbst noch. Das alles ist ja auch erst ein paar Wochen her!“, erzählte Kathy.

Ben grinste:

„Na dann warte ich halt noch, aber ich werde dich noch an dein versprechen erinnern!“

Kathy nickte:

„Ja, mach das!“

Kapitel 6 – Allein im Wald

Ben und Kathy waren wieder im Hotel und saßen in ihrem Zimmer und spielten Karten.

Kathy langweilte sich, doch Ben weigerte sich irgendwo hinzugehen, da er draußen auf dem zurück Weg ausgelacht wurde.

Es waren drei Mädchen, so um die 16, also in Kathys alter und hatten den Finger auf ihn gerichtet und lachten sich die Seele aus dem Leib, da beschloss Ben wieder zurück zu gehen.

Nun saßen sie seit 2 Stunden hier und spielten alles mit Karten, was ging.

„Wollen wir nicht zu Ellen und Evelyn?“, fragte Kathy in der Hoffnung ihn loszuwerden, doch er schüttelte den Kopf.

„Ich geh net wieder zu denen.“

„Und wenn ich vorher mit denen rede?“, Fragte Kathy.

„Mach was du willst Kit, ich bleibe hier!“, meinte er stur.

„Und was ist wenn ich mich umziehen will?“.

„Dann schaue ich dir halt zu. Da gibt es ja nichts was ich dir weggucken kann.“, sagte Ben und grinste.

„Oh du..“, sagte Kathy und stürzte sich auf ihn und kitzelte ihn durch.

Doch Ben war um einiges kräftiger und riss das Ruder um. Er saß auf ihr und hielt ihr die Hände über dem Kopf fest.

„Na! Wolltest dich mit mir anlegen, da siehst du nun, was du davon hast. Was mache ich den jetzt mit dir.“

Kathy fühlte sich total verlos sie versuchte sich von ihm loszureisen, doch es klappte nicht, er war zu stark.

Kathy schloss und öffnete ihre Augen, doch nun saß nicht mehr Ben sondern Dirk, er sah sie gierig an und bückte sich, um sie zu küssen.

Kathy schrie auf und drehte den Kopf weg.

„Sorry, hab ich dir wehgetan?“, erklang wieder Bens Stimme. Sie sah noch mal hin, da war wirklich nur Ben. Kathy zitterte unkontrolliert. Scheiße, was war das den jetzt?

Kathy stand auf und entfernte sich ein paar Schritte von Ben.

Wieso hatte sie gerade nur Dirk anstatt Ben gesehen?

„Ich muss mal an die frische Luft!“, sagte Kathy mit zitternder Stimme und verschwand im Flur, sie ging so schnell sie konnte, ohne zu rennen. Sie wollte nicht, dass Ben die Chance bekam ihr zu folgen.

Sie verlies das Hotel und ging Richtung Spielplatz, irgendwann fing sie an zu rennen. Sie lief ziellos durch die Gegend am Spielplatz vorbei. Auf einen kleinen Hügel zu. Sie rannte in hoch. Sie konnte nur noch schwer Atmen und sie zitterte am ganzen Körper, sie hatte jedoch Angst wegzurennen. Als sie oben auf dem berg angekommen war, sah sie drei Häuser, bei einem der Häuser standen zwei Jungs im Garten.

Eine der jungen hatte Dreads, er sah sie an, sagte kurz was zu dem anderen der sich auch zu ihr umdrehte.

Kathy war das unangenehm, dass sie von ihnen angestarrt wurde, sie sah auf den Boden vor sich und lief einfach an den zweien vorbei. Sie lief weiter und weiter.

Die Jungs waren schon bestimmt km weit weg, doch sie konnte nicht stehen bleiben, sie hatte Angst davor. Sie kam in einem kleinen Wäldchen an. Sie rannte so schnell, dass sie die Baumwurzel nicht sah, die vor ihr aus dem Boden wuchs. Sie lief und blieb mit dem linken Fuß an der Wurzel hängen und fiel zu Boden.

Nun lag Kathy auf dem Boden und das zittern hatte immer noch nicht aufgehört. Kathy sah hinter sich, da war niemand. Kathy stand auf, doch sie sackte wieder zusammen. Sie sah sich die Ursache an: ihr linker Knöchel war angeschwollen. Er war doppelt so dick, wie normal.

„Fuck!“, fluchte sie.

„Ganz toll Kathy, erst rennst du, als ob der Teufel hinter dir her wer in den Wald, dann landest du auf die Fresse und dann, ist irgendetwas mit deinem Knöchel und hier Hilfe finden.“

Sie hasste sich mehr als jemals zuvor und dieses verfluchte Zittern konnte sie auch nicht abstellen.

Kathy versuchte noch mal aufzustehen, nur diesmal vorsichtiger, doch es ging nicht. Zu groß war der Schmerz. Sie setzte sich auf den Boden und sah sich ihren Knöchel genauer an. Es sah echt schlimm aus.

Kathy sah sich um hier war nicht mal ne Straße in der nähe und warum sollte jemand in diesem Wäldchen rumlaufen.

Kathy war zum heulen zumute.

„Jemand hier?“, schrie sie.

„HAAAAAAALLLLLLLOOOOOOOO!“, schrie sie so laut sie konnte.

Doch es gab keine antwort nicht das geringste Geräusch.

, Wenn hier keiner vorbeikommt, werden mich die Bären fressen `, dachte sie sich.

„Ah quatsch hier gibt es doch bestimmt keine Bären:“, redete sie mit sich selbst, da sie die Stille nicht ertrug.

„Ich wünschte Ben wäre hier.“

Was?

Wieso dachte sie jetzt an Ben?

„Kathylein,

ging allein,

in den großen Wald hinein.

Sie fiel um.

Dass war dumm.

Liegt nun hier

Wie ein Tier.

Weiß nichts mit sich zu machen

kann auch net mehr lachen

Kann auch nicht mehr springen,

wird nun hier die Zeit vebringen

also fängt sie an zu singen.“

Sie hörte auf zu singen, Gott. Jetzt sang sie schon solche Lieder und außerdem fühlte sie sich seltsam.

Kathy kratzte sich an der Schläfe, sie legte wieder die Hand auf ihre Beine und sah sich im Wald um. Langsam wurde es dunkel. Warum war sie eigentlich gerannt?

Dann fiel ihr Bens Aktion von heute morgen ein und sie musste wieder an Dirk denken. Sie hoffte inständig, dass wenn sie dann doch jemand finden würde es nicht er war. Wieder stieg Angst in ihr auf, und wenn er nun doch kommt.

„Scheiße ich kann nicht mal wegrennen.“

Es wurde immer schneller dunkler und ihr war auch seltsam zumute. War sie etwa schon so müde?

Sie sah sich ihre Hände an. Eine war noch vom Sturz zerkratzt, doch es tat nicht sonderlich weh. Die andere Hand, war jedoch mit Blut überströmt. Kathy inspizierte ihre Hand, um heraus zu finden woher das Blut kam, doch sie fand nichts, das nach einer Wunde aussah.

Kathy versuchte sich zu erinnern, was sie mit der Hand gemacht hatte.

Dann fiel ihr etwas ein, sie hatte sich am Kopf verletzt. Kathy kniff die Augen fest zusammen. Sie wischte sich die blutige Hand an ihrem Rock ab, sodass kein Blut mehr dran war. Sie fasste an ihre Schläfe wie vorhin, sie hoffte inständig, dass kein Blut an der Hand sein würde. Doch wie hätte es auch anders sein können, ihre Hand war voller Blut.

Sie sah neben sich auf den Boden: überall Blut. Wie konnte das passieren, es tat doch gar nicht weh. Doch weiter konnte sie nicht nachdenken, denn alles um sie herum wurde schwarz.

Kapitel 7 - Böses Erwachen

Kathy hatte die Augen geschlossen, trotzdem drehte sich alles um die herum.

Ihr war kotzübel.

Sie wollte nicht die Augen öffnen. Ihr Schädel brummte und sie wusste, dass wenn sie die Augen öffnen würde, dass ihr Kopf explodieren würde.

Sie lag einfach so da.

Unter ihr war es angenehm weich. Wieso eigentlich?

Sie lag doch im Wald auf dem harten kalten Boden und hatte geblutet. Warte! War sie etwa….? Wieso spürte sie dann noch Schmerzen?

Sie hatte gedacht, wenn man tot ist, dass man da keine Schmerzen mehr spürt.

Kathy öffnete leicht ihr rechtes Auge, es war nicht wie gesagt wurde, es war dunkel, ziemlich dunkel.

War sie in der Hölle?

Nun öffnete sie doch die Augen um heraus zu finden, wo sie war. Also sie die Augen öffnete zersprang ihr Kopf fast vor Schmerzen, doch mit einem Seufzer stellte sie fest, dass sie eindeutig nicht in der Hölle war, sie war in einem Zimmer.

Ihrem Zimmer?

Nein!

Eindeutig nicht, es war viel größer, als ihr Hotelzimmer. Sie gab sich einen Ruck und setzte sich auf, sofort hielt sie sich ihren Kopf. Doch da war was. Sie tastete ihren kopf weiter ab: ein Verband.

Stimmt die Wunde. Jetzt wurde ihr auch klar, warum alles so schnell schwarz wurde. Es war wohl der schnelle Blut Verlust. Sie sah sich im Zimmer um. Das bett auf dem sie lag war riesig und das Zimmer glaubte sie war rot gestrichen. Ihr gegenüber stand ein großer Hölzerner Schrank, da hätte sie locker 4 Mal reingepasst. Links von ihr stand ein Schreibtisch, auf dem eine Kleine Lampe stand und 1000de Blätter lagen. Neben dem Schreibtisch war eine Balkon Tür. Rechts von ihr war eine Couch auf der ein Riesen Haufen Kleider lag und neben der Couch war eine Tür.

Da sie nicht wusste wo sie war wollte sie auch schnell weg. Gerade als sie aufstehen wollte, durchfuhr sie ein fürchterlicher Schmerz: ihr Knöchel.

Sie sah runter er war verbunden und immer noch angeschwollen, doch nicht so schlimm wie im Wald. Sie dachte daran, dass sie vielleicht bei Dirk war, also nahm sie all ihre Kraft zusammen und stand auf.

„Au.“, sagte sie leise und Tränen stiegen ihr in die Augen.

Sie humpelte zur Tür und gerade als sie sei öffnen wollte, hörte sie ein Grunzen. Kathys Herz blieb stehen, langsam drehte sie ihren Kopf nach rechts, zur Couch. Sie hatte sich geirrt, es war doch kein Kleider Haufen auf der Couch, es war ein Mensch. Ein Mensch der schlief. Panik stieg in Kathy auf, sie öffnete so leise sie konnte die. Tür und ging raus, nun stand sie in einem Flur. Nach rechts oder links, überlegte sich. Sie entschied sich nach links zu gehen und kam zu einer Treppe. Fast blind vor schmerzen und mit rasendem Herz lief sie die Treppe runter. Gegenüber der Treppe war eine Tür.

Ob die nun hinaus führte?

Sie riskierte es und öffnete die Tür, kalte Luft stieg ihr ins Gesicht. Sie hatte es geschafft. Gerade, als sie raus wollte hörte sie etwas hinter sich.

„Na wo willst du denn hin?“, fragte eine Frauenstimme.

Kathy war so in Panik, dass sie vergas, dass ihr Knöchel für`n Arsch war und fing an zu rennen, doch der Schmerz war größer und beim nächsten Schritt landete sie auf dem Boden.

„Kindchen, was machst du denn?“, sagte wieder die Frauenstimme und sie hörte, wie sich ihre Schritte nährten.

„Kathy versuchte wieder aufzustehen, doch die Frau drückte sie zurück auf den Boden.

„Warte hier, ich hole jemanden!“, sagte die Frau und verschwand wieder im Haus.

Sicher würde sie hier nicht warten, immerhin wusste sie doch nicht wo sie hier gelanget war. Also winkelte sie die Beine an und streckte die Arme.

Wenn die Frau zu Dirk gehörte war sie geliefert, doch kampflos würde sie sich nicht ergeben. Sie kroch auf allen vieren Richtung Gartentor, das sie schon irgendwo mal gesehen hatte. Doch daran verlor sie keinen Gedanken mehr.

Ihr Kopf pochte und jeden Zentimeter denn sie hinter sich brachte, kam ihr vor wie tausende Meilen.

Der Schmerz pochte in ihrem Knöchel.

Ich sterbe eher vor Schmerzen, bis Dirk mich kriegt, dachte sie davor und war kurz vorm zusammenbrechen.

Warum musste nur ihr so was passieren?

Sie war kurz vorm Gartentor und Tränen rannten über ihre Wange, Aus Angst, Schmerz? Sie wusste es nicht.

Sie wusste nur eins Dirk würde sie nie kriegen.

Wieder wurde alles dunkler um sie.

„Nein! Verdammte scheiße, nicht jetzt.“, versuchte sie die Ohnmacht, welche bevorstand zu vertreiben.

„Nicht jetzt. Bitte.“, schlurzte sie.

„Sie versucht weg zu rennen. Schnappt sie euch!“, erklang die Frauenstimme.

Schritte ertönten hinter Kathy.

Nein nicht jetzt, bettelte sie und streckte die Hand nach dem Gartentor aus, welches nur noch einige Millimeter von ihr entfern waren.

Die Schritte hinter ihr wurden lauter und sie konnte nicht mehr. Sie brach zusammen und sie sah fast gar nichts mehr es war zu dunkel.

Sie sah nur den Umriss einer Person, die sich neben ihr hinhockte.

„Hilfe…hilfe..hil..“, flüsterte sie. Die tränen rannten über ihr Gesicht und sie verfluchte die ganze Welt. Zittern und mit einer unbeschreiblich großen Angst, wurde alles schwarz um sie, bis sie nicht einmal den Umriss der Person sehen konnte, die vor ihr kniete und ihre Augenlider zu schwer waren um sie noch offen zu halten.

Ab da nahm sie nicht mehr war, nicht Mal die Stimmen um sie herum die wild um sich riefen.

 

Kapitel 8 – Irrtum

„Die Arme war total aufgelöst. Ich weiß wirklich nicht, was mit ihr los war, aber ich mache mir Sorgen.“

„Die war echt voll fertig.“

„Sie tut mir so leid, zum Glück habt ihr sie gefunden!“

„Ja, wer weiß, was sonst mit ihr passiert wäre?“

„Aber warum wollte sie so dringend weg?“

„Ich weiß es nicht, aber ich habe sie zuvor noch nie gesehen.“

Unterhielten sich zwei Stimmen, die Kathy schon eine weile belauschte, bis jetzt konnte sie nicht herausfinden wer es war, oder wo sie war.

Sie lag auch nicht mehr, in dem Zimmer von vorhin, dieses Zimmer sah aus wie ein Wohnzimmer. Sie lag auf einer beigen Couch und links und rechts neben der Couch standen zwei Sessel. Vor der Couch stand ein Glastisch und hinter dem Tisch an der Wand war ein großer Fernseher. Der Boden war mit einem weißen Teppich belegt und die Wände waren auch beige.

„Schau mal ob sie noch schläft.“, sagte eine der Stimmen, es war eindeutig die Frau von vorhin. Schritte näherten sich. Dann verschwanden sie wieder.

„Ja sie pennt noch.“

„Gut dann gehen wir jetzt Dirk holen.“, Kathys Herz fing an zu rasen, also war sie doch bei Dirk oder so.

„Ja Dirk hätte uns umgebracht, wenn sie weggelaufen wäre.“, sagte nun wieder die Frauen Stimme, „Komm zieh dich an, wir gehen ihn jetzt holen.“

Kathy hörte wie sie sich die Jacken und Schuhe anzogen und wie dann die Tür geschlossen wurde.

Kathy öffnete die Augen, jetzt konnte sie noch mal versuchen abzuhauen. Sich stand auf, wobei sich alles in ihrem Kopf drehte und tapste zum Flur und dann zur Tür, sie hatte die Türklinke in der Hand und wollte sie aufmachen.

„Ich wusste es doch! Willst du wieder abhauen?“

Kathy blieb stehen, ihr Herz rate, jetzt wurde sie doch noch erwisch. Kathy schlug ihren Kopf gegen die Tür.

„Scheiße“, wieder prallte ihr Kopf gegen die Tür.

Mit dem Bein würde sie nirgends hinkommen.

Hände legten sich auf ihre Schultern und zogen sie von der Tür.

Dabei machte Kathy einen Schritt zurück und trat mit dem verletzten Fuß auf.

Sie schrie kurz und hob das Bein an, immer noch hatte sie die Augen geschlossen.

„Tut’s noch weh?“, fragte die Stimme.

Und dann verloren ihre Beine plötzlich den Kontakt zu dem Boden. Sie wurde von ihm getragen, und wieder hingelegt. Es hatte keinen Sinn sie öffnete die Augen. Zu ihrer Überraschung war es der Schwarzhaarige, denn sie gestern noch am Angels Pub getroffen hatte. Kathy sah ihn verwirrt an.

„Was machst du denn hier?“, fragte Kathy.

„Ich wohne hier. Und was machst du hier?“

„Weiß ich nicht, als ich aufgewacht bin war ich hier.“

Der Junge lächelte. Er hatte ein süßes lächeln.

„Wie heißt du?“, fragte er wieder.

„Wieso sollte ich es dir sagen?“, fragte sie zurück.

„Bis also eine skeptische.“, sagte er und lächelte wieder.

Wieso musste er sie nur so anlächeln?

Er saß auf dem Glastisch und musterte sie.

Sie hätte Dirk nicht zugetraut, dass er so nette Menschen kannte. Doch irgendwie musste sie weg, bis Dirk kam. Aber wie?

„Bleib ja hier!“, sagte der Junge und sah sie streng an. Er verschwand im Flur, doch als sie sich aufgesetzt hatte, war er auch schon da.

Er hatte ein Glas Wasser und eine kleine weiße Tablette. Er setzte sich wieder auf den Glastisch und reichte ihr das Glas Wasser. Und hielt ihr die Tablette hin.

Kathy musterte diese unsicher. Der Junge bemerkte ihren Blick:

„Das ist nur ne Aspirin, damit die Schmerzen ein wenig nachlassen. Vertrau mir.“

Da die Schmerzen stärker waren, als ihr Verstand der Nein schrie, nah sie ihm die Tablette ab, warf sie sich rein und spülte das Wasser hinterher.

„Danke.“, sagte sie und reichte ihm wieder das Glas. Er stellte es neben sich auf dem Tisch ab und sah sie weiter an.

„Wie heißt du eigentlich?“, fragte sie.

Er sah sie verwundert an:

„Das weißt du nicht?“

„Nein woher auch?“, wunderte sie sich.

„Ähm.. ich heiße Bill.“, sagte er leicht verwirrt.

„Wieso sollte ich es den wissen.“, fragte Kathy neugierig.

„Ach ist jetzt auch nicht mehr Wichtig.“

Bill sah aus dem Fenster.

„Weißt du denn wie du heißt?“

„Natürlich weiß ich, wie ich heiße.“, sagte Kathy verwirrt.

Sie war hier wohl bei verrückten gelandet.

Sie hörte Schritte von draußen. Jetzt war Dirk als da.

Kathy zog ihre Beine an die Brust und sah starr in den Flur. Sie hörte wie die Tür aufgemacht wurde.

„Bill wir sind zurück.“, erklang die Frauenstimme.

„Bin im Wohnzimmer.“, sagte dieser.

Die Frau betrat das Wohnzimmer und sah zu Kathy, die drehte sich zum Flur:

„Dirk komm sofort her! Sie ist wach.“

Kathy starrte weiter zur Tür und ein älterer Mann mit ganz grauen Haaren trat ins Zimmer, er hatte einen schwarzen Kopper dabei.

„Oh schön, dass du endlich wach bist, Simone hat mir von deinem Fluchtversuch erzählt, das war nicht klug.“, sagte der Mann er hatte eine beruhigende rauchige Stimme.

Das war Dirk?

Hinter Dirk erschien ein anderer Junge, er war wahrscheinlich so als wie Bill. Er hatte Dreads und trug Klamotten die ihm viel zu groß waren, er sah total süß aus.

„Tom holst du ihr bitte ne Aspirin!“ sagte die Frau und sah den Jungen an. Tom also!

„Brauchst du nicht, hab ich schon.“, sagte Bill und wandte zum ersten Mal den Blick von ihr.

Tom nickte und setzte sich in einen der Sessel. Bill setzte sich neben ihn auf den Sessel zu zweit saßen sie nun da und sahen sie an.

„Sie hat ja schon richtig Farbe bekommen“, sagte Dirk und kam auf Kathy zu.

„Ja als Tom und Bill sie im Wald gefunden haben, war sie kreidebleich und um sie herum war eine riesige Blutlache.“

„Zum Glück habt ihr sie gefunden, sonst wäre sie verblutet.“

Kathy sah zur Frau die sie anlächelt. Sie hatte das gleiche lächeln wie Bill.

Kathy hatte sich als geirrt. Die Familie wollte ihr nichts antun sie wollten ihr nur helfen. Ihr war das alles jetzt so peinlich und dann noch die Aktion von gestern. Die mussten doch denken sie wäre behämmert.

„Dann würde ich die gerne untersuchen. Würdest du bitte dein Shirt ausziehen.“, sagte Dirk und setzte sich dort auf den Glastisch, wo vorher Bill saß.

Kathy hatte jetzt eigentlich nichts dagegen, sich auszuziehen, doch etwas störte sie. Es waren die zwei Jungs, die sie allein schon mit ihren Blicken auszogen.

„Und?“, fragte Dirk und sah mich streng an.

Ich sah zu der Frau und dann wieder zu denn Jungs, sie schien wohl zu verstehen was Kathy meinte, denn sofort ging sie zu dem Sessel wo die zwei Jungs saßen.

„Aufstehen aber zack, zack.“

Die Jungs sahen sie bettelnd an.

„Nein ihr bleibt nicht hier!“, sagte sie streng und zog die beiden aus dem Sessel und schubste sie aus dem Zimmer. Kathy sah ihr lächelnd nach, bis sich die Tür schloss, dann zog sie ihr Oberteil aus.

Kapitel 9 – Streit

Gerade als sich Kathy ihr Oberteil wieder überstreifte, stand Dirk auf.

„Dir geht es zum Glück schon viel besser. Aber du musst deinen Knöchel schonen, er sieht nicht so gut aus, das heißt nicht laufen, am besten nur liegen.“, sagte er und hatte ein breites Grinsen im Gesicht.

„Ich gehe dann mal zu Simone und werde dort noch mal mit ihr reden, dann muss ich zurück zur Praxis und du bleibst hier sitzen.“, sagte er nochmals und sah Kathy noch einmal streng an, bevor er das Zimmer verlies.

Kathy lies sich tiefer in die Couch sinken und sah die Wand ihr gegenüber an, sie hörte Stimmen vom Flur.

Wo war sie hier bloß?

Die Tür ging auf und die zwei Jungs betraten das Wohnzimmer und blieben im Türrahmen stehen.

„Können wir dir was bringen?“, fragte Tom und sah sie hoffnungsvoll an.

Kathy schüttelte den Kopf.

„Wirklich nicht?“, fragte nun Bill.

Diesmal nickte Kathy.

Tom und Bill setzten sich wieder auf den einen Sessel.

Warum sie das wohl machen, es gibt dich noch einen zweiten, fragte sie sich und sah wieder die Wand an.

„Was hast du eigentlich in diesem Wald gesucht?“, fragte Tom neugierig.

Als ob sie es ihnen erzählen würde.

Sie sagte nichts und fand langsam gefallen an der Wand.

„Sagst du uns dann zumindest wie du heißt?“

„Es hat keinen Sinn Tom, dass hab ich sie auch schon gefragt, die schweigt.“, sagte Bill.

Sie tat genau das, was Bill auch meinte und sagte nichts, sondern wünschte sich jetzt über alles einfach in ihrem Hotelzimmer zu liegen und zu schlafen.

„Bill!“, kam es aus dem Flur.

Bill seufzte laut und stand auf und ging aus dem Zimmer. Kathy hatte ihren Blick von der Wand abgewandt und sah wie die Tür sich schloss, dann sah sie zu Tom.

Er lächelte sie an:

„Du bist doch neu hier oder? Ich habe dich noch nie zuvor hier in Loitsche gesehen.“

Schweigen trat ein.

Kathy hatte nicht vor ihm zu antworten. Nur warum, wusste sie nicht. Irgendetwas sträubte sich in ihr, den beiden irgendetwas zu sagen.

„Und sagst du mir vielleicht wie alt du bist?“, versuchte Tom das schweigen zu brechen.

Wieder antwortete sie nicht.

So was war Tom noch nie passiert, dass jemand gar nicht mit ihm sprach, er sah sich hilflos im Zimmer um, sein Blick blieb an der Wand hängen, wo auch schon Kathy die ganze Zeit hinstarrte.

„Ja tschau Mom, tschau Dirk……..mache ich.“, kam es vom Flur und man hörte wie die Tür ins Schloss fiel, gleich danach öffnete sich die Wohnzimmertür und Bill betrat die beiden.

„Na ihr beiden!“, sagte Bill.

„Sind Mom und Dirk weg?“, fragte Tom, nachdem er den Kopf zu Bill gedreht hatte.

Bill nickte:

„Jep, sind sie“, Bill wandte sich Kathy zu, „Ich soll dir den Verband abmachen.“

Bill kam auf sie zu und setzte sich vor sie auf den Couchtisch.

„Das kann ich auch alleine. Trotzdem danke!“

Kathy tastete ihren Kopf ab, konnte jedoch nicht das ende des Verbands finden.

Scheiße, dachte sie und tastete weiter wild ihren Kopf ab.

Bill sah sie traurig an und stand auf, und fand sofort das Ende und wickelte ihr den Verband vom Kopf ab.

Kathy sah peinlich berührt weg.

Bill lies den Verband neben sich auf den Boden fallen.

„Ey was´n los?“, hörte sie Tom fragen und sah auf.

Bill starrte sie böse an:

„Weißt du was? Ich hab`s satt! Ich weiß nicht was mit dir los ist, wir wollen dir bloß helfen und du machst hier so rum. Das nervt so was von. Wenn du so abblockst kannste ja machen was du willst!“, sagte er mit wütender Stimme und verlies schnellen Schrittes das Zimmer.

Hinter sich ließ er dir Tür so laut zuknallen, dass Kathy zusammen zuckte.

Tom stand kurz darauf auch auf und folgte Bill.

Er ließ die Tür offen stehen.

Kathy hatte Schuldgefühle. Sie gab es nicht gerne zu, aber Bill hatte Recht, wenn sie nicht wären, würde sie vielleicht nicht mehr leben. Kathy stand auf und humpelte sie Treppe hoch, jedes mal wenn sie mit dem verletzten Knöchel auftrat kniff sie die Augen vor Schmerz zusammen.

Oben angelangt hörte sie laute Musik, sie folgte der Musik und landete vor der Tür aus der sie heute Nacht raus gekommen war. Sie wollte gerade klopfen, als sie Bill drinnen schreien hörte:

„Die hat doch voll die Meise. Da schleppe ich sie aus dem Wald hier her und bringe sie hier her und dann so was. Was denkt die sich eigentlich. Das ist mir echt zu doof. Soll die doch verschwinden. Ganz weit weg wo der Pfeffer wächst oder sonst wo. Und ich hab mir echt Sorgen um sie gemacht, das war so was von unnötig.“

„Ey Bill beruhig dich. So laut wie du schreist, wird sie dich noch unten hören.“, hörte sie nun Tom reden und die Musik wurde noch lauter. Wahrscheinlich hatte Tom sie angemacht, damit sie unten nicht hörte, was Bill hier schrie.

„Na und ist mir egal, soll sie`s doch hören. Vielleicht denkt sie dann auch mal nach und merkt, dass wir ihr nur helfen wollen.“

Kathy zog die Hand zurück und sie merkte wie sich Tränen bei ihr ansammelten. Das war doch jetzt nicht wahr? Sie würde jetzt doch nicht wegen ihm Heulen. Kathy drehte sich um und ging die Treppen wieder runter und dann zur Tür.

Fluchversuch Nummer Drei, dachte sie und öffnete die Tür. Sie schloss die Tür hinter sich und verließ das Grundstück.

Sie ging so schnell wie es mit dem Bein ging. Am liebsten hätte sie geschrieen, so sehr tat es weh. Doch da hier überall Leute rum liefen, riss sich Kathy zusammen und ging den Weg wie gestern zurück, wobei sie sich einmal verirrt hatte und ein Stück zurück musste.

Als Kathy am Spielplatz ankam was sie so froh.

Von hier aus kam sie sicher ins Hotel sie legte den Weg trotz ihres Beines in wenigen Minuten zurück und stand vor der Raststätte. Sie betrat sie und schleppte sich ur mit mühen die Treppen hoch. In ihrem Zimmer angekommen, schmiss sie sich aufs Bett drückte ihr Gesicht ins Kissen und find an zu weinen.

Sie wusste nicht warum sie jetzt anfing zu weinen, aber es war ihr egal, denn es tat furchtbar.

Kathy konnte sich nicht daran erinnern, wann sie zum letzten Mal so geweint hatte.

Irgendwann hörte sich auf zu weinen. Sie war völlig erschöpft. Sie nahm sich ihr Hand und sah aufs Display: 16 Uhr.

Kathy war geschockt, war sie so lange bei ihnen.

Oder hatte sie solange gebraut um zurück zur Gaststätte zurück zukehren?

Oder…hatte sie so lange geweint? Möglich war es, denn sie war völlig erschöpft.

Jedoch wollte, besser gesagt konnte sich Kathy darüber keine Gedanken machen, da ihr Körper schlaf forderte und ihn auch bekam.

Kapitel 10 – Zurück zum Angels Pub

Ein pochender Schmerz holte Kathy aus ihrem schlaf.

„Fuck!“, fluchte sie und setzte sich auf. Sie sah sich glücklich in ihrem Zimmer um.

Sie war endlich hier.

Sie stand auf, doch der stechende Schmerz brachte sie dazu sich wieder hinzusetzen.

Sie betrachtete ihren Knöchel der dreimal so dick war wie sonst und er hatte auch eine seltsame lilane Färbung.

„Uhhhhhhhhh.“, stöhnte Kathy.

Wie sollte sie mit diesem Bein irgendwo hingehen.

Sie spornte sich dann doch dazu an, aufzustehen, ihr traten Tränen in die Augen.

Kathy ging ins Bad und duschte kurz, dann schlüpfte sie in frische Sachen und großen wert legte sie auf ihre lange Jeans, die unten breit war.

So würde keiner sehen, was mit ihrem Bein los war.

Fertig angezogen, warf sie sich wieder aufs Bett. Sie würde erst wieder aufstehen, wenn jemand klopfen würde, eher wird sie sich keinen Zentimeter mehr bewegen.

Kathy sah aus dem Fenster nun war es dunkel draußen. Sie nahm ihr Handy und schaute wieder auf den Display: 20.45Uhr.

In diesem Moment klopfe es.

„Herein!“, sagte sie in der Hoffnung nicht abgeschlossen zu haben.

Die Tür öffnete sich und Mike kam rein.

„Man, hast du heute lange geschlafen du warst je nicht mal beim Mittagessen!“, sagte er und setzte sich neben sie auf das Bett; „Du solltest mehr mit der band machen, ihr kennt euch kaum und das solltest du ändern. Ach so bevor ich es vergesse in fünfzehn Minuten sollst du runterkommen wir haben heute einen Auftritt im Angels Pub.“

„Was?“, rief sie entgeistert. Ihn ihr stieg Panik auf, zurück zu Dirk, mit dem Bein? Sie konnte im Notfall ja nicht mal fliehen.

„Ja!“, sagte Mike, „ Ich gehe dann schon mal nach unten.“

Mit diesen Worten verschwand er. Nun war sie wieder alleine.

Und niemand wusste was von Dirk, aber sie würde es auch niemandem erzählen, das war ihr wirklich zu peinlich..

Sie schloss noch einmal fest die Augen, bevor sie aufstand und sich zur Eingangshalle auf den Weg machte. Der weg kam ihr unendlich lang vor und sie musste sich zusammenreisen nicht zu humpeln.

Den die anderen sollten auch nicht herausfinden, dass was nicht mit ihrem Bein stimmte.

Die anderen warteten bereits auf sie. Als dann auch Kathy zu ihnen stieß, stiegen sie in den Van ein.

Kathy saß in der letzten Reihe am Fenster und schaute gebannt raus, während Ben, Ellen und Evelyn wild durcheinander Diskutierten.

Sie sah sich nicht in der Lage mit ihnen zu reden, also tat sie es auch nicht.

Sie wusste jetzt schon, dass Mike, wenn er die Situation und ihre Reaktion gesehen hätte, hätte er gemeckert.

Dann fiel ihr ein sie hatte noch nicht gefragt wie sein Date mit Anna war.

Der Van hielt und alle stiegen aus. Diesmal betraten sie den Club durch den Vordereingang. Es waren schon ziemlich viele Leute hier und es gab leises Gemurmel.

In einer Ecke Konnte Kathy Dirk erkennen. Sie bekam eine Gänsehaut und krallte sich an Ben fest, der sich verwirrt zu ihr drehte.

„Was`n?“

„Mir ist kalt.“, sagte sie

Ben grinste und ging dann mit Kathy im Schlepptau Richtung Bühne. Dort erwartete sie auch schon Dirk.

„Die Instrumente sind so wie gestern ihr könnt gleich loslegen“, sagte er.

„Einer nach dem anderen kletterte auf die Bühne, da es vorne keine Stufen hinauf gab, die Blicke der Gäste im Club sahen neugierig zu der Bühne wo sich drei Leute aufgestellt haben.

Kathy hatte Schwierigkeiten hoch zu kommen und war Ben unendlich dankbar, als er ihr die Hand reichte und sie hoch zog.

Alle stellten sich auf ihre Plätze und dann fingen sie an. Kathy passte tierisch drauf auf, nicht ständig mit dem linken Bein aufzutreten, da sie Angst hatte, wenn sie es tat, dass sie zusammenbreche würde.

Nach drei Stunden hatten sie alle Lieder gespielt. Die vier kletterten die Bühne wieder runter, wo Mike sie empfing.

„Ihr werdet immer besser.“, sagte er Glücklich.

Seine Worte zauberten ein kleines lächeln auf Kathys Gesicht.

„Danke!“, sagten die vier im Chor.

Die nächste Viertelstunde verbrachten die vier an einem kleinen Tisch in der dunkelsten Ecke der Clubs.

Kathy hatte sich wie die anderen eine Cola bestellt und von Dirk war nirgends eine Spur, das sie ungemein erleichterte. Kathy beteiligte sich nicht richtig am Gespräch, ihr ging der gesamte Vormittag durch den Kopf. Sie überlegte, ob sie nicht Morgen dort hingehen und sich entschuldigen sollte. Sie war es ihnen Schuldig, sie hatten ihr geholfen und sie hatte sich so benommen.

Bei dem Gedanken, legte sie die Stirn in Falten.

Was wäre aber, wenn Bill sie dann wieder anschreien würde und außerdem bis dort hin laufen?

Das würde ihr Bein nicht überleben.

„Ich hab Hunger.“, sagte Ben und rieb sich den Bauch.

„Ja ich auch“, meinte Ellen.

„Dann holen wir uns doch was!“, rief Evelyn laut.

„Kommst du mit?“, fragte sie dann Kathy.

Diese schüttelte den Kopf, worauf Evelyn sie enttäuscht ansah.

„Los!“, sagten die drei standen auf und gingen zur Bar um etwas zu bestellen.

Kathy sah ihnen nach wie sie sich interessiert zu dritt in eine Karte schauten und mit den Fingern ständig auf etwas zeigten.

Mike hatte Recht, sie sollte sich mit der Band anfreunden. Sie schienen ja alle recht nett zu sein.

Dann hörte sie wie der Stuhl neben ihr verrückt wurde, als sie sich umdrehte, entdeckte sie niemand anders als Dirk.

„Das gestern, war aber kein netter Zug von dir, einfach abzuhauen.“, sagte er und sah sie begierig an.

Kathy drehte angewidert den Kopf weg, Dirk stank sosehr nach Alkohol, dass sie sich fast übergeben musste.

Sie sah zur bar, die anderen schienen nicht zurück zu kommen, sie sahen sich immer noch die Karte an und Mike war auch nirgends zu sehen.

„Ey wenn ich mit dir rede, dann antworte gefälligst auch!“, er packte ihren Arm.

„Lass mich los!“, zischte sie und drehte sich zu ihm.

Er ließ sie sofort los und sah über sie.

Kathy überrascht an über seinen plötzlichen Sinneswandel sah ihn verwirrt an.

Sie folgte seinem Blick………

Kapitel 11 – Versöhnung & Verabredet

Vor ihr stand niemand anders als Tom.

Er sah verwirrt zu Kathy und dann zu Dirk.

„Hey Dirk. Hast du noch nen Tisch für uns?“

Dirk nickte stand auf und brachte Tom zu einem leeren Tisch nicht weit weg von ihrem.

Gott sei dank ist er gekommen, dachte Kathy und war froh, dass Dirk nicht mehr neben ihr saß.

Dirk redete noch etwas mit Tom und verschwand dann an der Bar. Tom blieb sitzen und sah Kathy an, diese sah weg. Ihr gefiel die Situation nicht.

Ihre band schien ja verschollen zu sein, sie standen immer noch an der Bar und sahen sich die Karte an.

Kathy sah wieder zu Tom, der sie immer noch ansah, aber er war nicht mehr alleine, Bill saß neben ihm. Auch Bill sah sie an.

Kathy stand auf, riss sich zusammen und lief so gut sie mit dem Bein konnte zu denn beiden an den Tisch.

Dort angekommen setzte sie sich auch den Stuhl neben die beiden, da sie nicht mehr stehen konnte. Beide sahen verwirrt und zugleich streng zu ihr.

Sie waren also immer noch sauer.

Kathy holte tief Luft:

„Ich heiße Kathy Collins, bin 16 Jahre alt und das mit heute Nachmittag tut mir total leid.“

Kathy sah zu den beiden Jungs auf, sie war gespannt auf ihre Reaktion.

Ihr Blick wurde sanfter und beide grinsten sie an und ihr wurde gleich viel leichter ums Herz.

„Schön dich wieder zu sehen.“, sagte Tom.

Kathy musste lächeln.

„Ja es freut mich auch.“

„Willst du was essen oder trinken?“, fragte Bill.

Sie schüttelte den Kopf:

„Nein danke!“

„Wie geht es dir denn?“, fragte nun Tom.

„Na ja es geht!“

„Und deinem Bein?“, erkundigte sich Bill.

Sie kniff die Augen leicht zusammen:

„Na ja, ich kann noch laufen.“

„Du solltest noch mal einen Arzt aufsuchen.“, sagte Bill mit besorgter Stimme.

„Ja sollte ich.“

„Also ich gehe mal Red Bull holen, ihr könnt ja noch ein wenig quatschen.“, sagte Tom nach einer Pause und ging zur Bar.

„Sagst du mir jetzt auch, was du hier machst?“

Kathy grinste.

„Ich zeige es dir, aber dafür musst du Morgen um 21.00 Uhr hier her kommen.“

„Sprichst also gern in Rätseln!“

„Jaaahh..“

„Na dann komme ich!“, sagte er und sah sich im Club um.

„Bist du eigentlich alleine hier?“

Kathy sah zur Bar, Ben Ellen und Evelyn standen immer noch da.

„Nein bin mit ein paar Freunden hier.“

„Und wo sind die?“

„An der Bar, wollen was bestellen. Stehen schon seit ner viertel stunde da.“

Bill streckte sich um besser sehen zu können.

„Is das die Gruppe, wo der eine diese blonden Harre hat?“

Kathy nickte und musste dann doch lachen.

Bill sah sie verwirrt an:

„Is was?“

Kathy schüttelte den Kopf:

„Ne, ne alles in Ordnung.“

„Wenn du meinst!“, Bill lehnte sich am Stuhl zurück und sah weiter durch den Club.

„Ich gehe dann ma wieder zu unserem Tisch, bevor die anderen kommen.“

Bill sah zu ihr:

„Okay, also dann bis Morgen um 21.00 Uhr.“

Kathy nickte und stand auf sie ging zu ihrem Tisch und setzte sich hin. Kathy sah zu Bill und lächelte ihm zu, er lächelte zurück und begrüßte dann zwei andere Jungs die sich zu ihm setzten, den einen kannte sie schon, es war der, den sie damals mit Bill am Club gesehen hat und denn anderen kannte sie nicht, aber er war ungefähr so groß wie sie und hatte blondes Haar.

Genau und diesem Moment versperrte ihr Ben die Sicht auf Bills Tisch, indem er sich vor sie setzte.

„Und hast du dich gelangweilt ohne uns?“, fragte Ben und schob ihr ein Glas Red Bull zu.

„Danke“, sagte sie und nahm einen großen schluck.

„Seht ihr, ich hab euch doch gesagt, dass sie das Red Bull nicht abschlagen würde!“, sagte Ben nun zu Evelyn und Ellen.

Beide nickten.

„Es war schon langweilig ohne euch.“, sagte Kathy und nahm noch einen schluck von ihrem Red Bull.

Kurz darauf kam ein Kellner und brachte Pizzen an den Tisch.

„Die mit den Salamis is für dich?“, sagte Evelyn und riss sich ein Stück von ihrer Pizza ab.

„Für mich?“

„Ja, du hast den ganzen Tag nichts gegessen. Das ist nicht gut, also isst du die jetzt!“, sagte nun Ellen.

Kathy nickte und nahm auch ein Stück von ihrer Pizza und fing an zu essen. Als sie den ersten bissen gemacht hatte, merkte sie erst, dass sie einen Riesen Hunger hatte.

Als um ein Uhr Morgens, dann die Pizza verdrückt war, breitete sich die Müdigkeit aus und die viel beschlossen zurück zum Hotel zu fahren, da sie endlich Mike gefunden hatten.

Sie schlängelten sich durch die Tische zur Tür. Kurz bevor sie die Tür erreichten drehte sich Kathy noch mal zu Tom und Bills Tisch. Tom schaute gerade zu ihr. Sie winkte ihm zu und er winkte zurück. Nun sah auch Bill auf und winkte zurück.

Die beiden anderen Jungs sahen erst Kathy mit großen Augen an und drehten sich dann zu Bill und Tom.

Kathy schlüpfte noch schnell durch die Tür, bevor sie sich schloss und setzte sich neben Ellen in den Van.

Die fahrt war ruhig und Evelyn war eingeschlafen, denn man hörte sie leise schnarchen. Nach fünf Minuten kamen sie am Hotel an, wo sie erstmal Evelyn weckten, die dann als sie wach war, rumnörgelte, dass sie weiter schlafen wollte.

Kathy stieg mit den anderen die Treppe hoch und ging dann in ihr Zimmer, sie zog sich aus und legte sich ins Bett.

Sie war wegen morgen seltsam aufgeregt, warum konnte sie sich selbst nicht erklären.

Morgen würden sie doch nur einen weiteren Auftritt im Angels Pub haben, wo Dirk war, doch das störte sie auch nicht mehr.

Dann erinnerte sie sich wieder daran: Morgen würde doch Bill kommen und ihr zusehen.

Doch das konnte es nicht sein, das würde sie nicht so aufgeregt machen, immerhin hatte sie schon vor so vielen Leuten gesungen, was sollte er da verändern.

Sie kniff die Augen zu und versuchte zu schlafen.

Kapitel 12 – Ein ungutes Gefühl

Kathy war fertig gestylt und sah in den Spiegel. Mit dem Ergebnis war sie zufrieden.
Sie ging Ben, Ellen und Evelyn holen. Fröhlich schnatternd gingen sie dann zum Van, Mike wartete schon auf sie.
„Na dann mal rein mit euch.“, sagte er und hielt ihnen die Tür auf.
Die vier stiegen schnell ein und Kathy war schon total aufgeregt. Ihr Herz schlug ungewöhnlich schnell in ihre Hände schwitzten.
Am Club angekommen nahmen sie den Hintereingang, wo ihnen der gang durch das stinkende Zimmer nicht erspart blieb.
In dem seltsamen rot beleuchtetem Gang setzten sie sich an die Wand und redeten, währen Mike zu Dirks Büro ging.
„Findet ihr Dirk nicht auch irgendwie eklig?“, fragte Ellen und machte eine angeekelte Grimasse.
„Jaahh! Der is total eklig, aber der Club hier ist der Hammer!“, sagte Kathy sofort.
Die drei nickten zustimmend.
„Ich bin heute den ganzen Tag schon voll aufgeregt!“, sagte Ben und sah sich in der kleinen Runde um.
„Du auch? Ich nämlich auch.“ sagte Kathy und sah ihn intensive an.
„Also ich auch.“, sagte nun Ellen.
„Ja ich auch“, sagte auch Evelyn.
„Glaubt ihr heute passiert was?“, fragte Kathy besorgt.
Die anderen sahen sie unsicher an.
„Das glaube ich auch“, sagte Evelyn besorgt.
Kathy atmete tief durch. Jetzt war sie noch aufgeregter als vorhin.
„So ihr sollt auf die Bühne.“, sagte Mike und stand plötzlich vor ihnen.
Kathy stand als erste auf und ging durch die Tür auf die Bühne. Der Club war voll. Kathy stellte sich an ihren Platz und sah sich nach Bill um.
Ben, Ellen und Evelyn stellten sich zu ihren Instrumenten und fingen an zu spielen und dann setzte Kathy mit ihrem Gesang ein. Die Nervosität wurde noch größer und sie war nun schon fast sicher, dass etwas passieren würde.
Währen sie sag sah sie sich die ganze Zeit im Club um, sie konnte Bill nirgends entdecken.
Nach dem vierten Lied dann, gab sie es einfach auf, ihn doch noch irgendwo zu finden.
Sie sang den Text von „Schwarze Tränen“.
Als sie das Lied zu Ende gesungen hatte, drehte sie sich zu ihrer Band. Ben fing an den Takt des neuen Liedes anzuspielen, während Kathy mit dem unverletzten Bein zu wippen begann. Als dann Evelyn und Ellen auch einsetzen, drehte sie sich um und fing an zu singen.
„I now what you want,
But it’s not what you get
Stop wallowing pity
And all is regret
Get up on you feet
And get ready to scream
Tonight is the tonight when no more is a dream….”
Sie sah wieder durch den Club und bemerkte wie sich hinten die Tür öffnete. Gespannt sang sie Richtung Tür und ihr Puls beschleunigte sich noch mehr, als sie sah wer den Club betrat.
Es war niemand anders als Bill. Er war also gekommen.



Eineinhalb Stunden später waren sie mit dem Auftritt fertig. Kathy gab ihren Bandkollegen ein Zeichen. Und hopste dann von der Bühne, wo es sich Bill bereits an einem freien Tisch niedergelassen hatte. Sie lief mit einem breiten Grinsen zu ihm. Er sah sie mit großen Augen an.
Sie ließ Sich auf einen Stuhl neben ihn fallen. Er machte den Mund auf um etwas zu sagen, doch er brachte kein Wort heraus. Kathy sah zur Bühne, die bereits leer war.
„Das hätte ich nie gedacht!“
Kathy grinste:
„Ja ,ja. Und wie fandest du den Auftritt.“
„Total geil, habt ihr den schon ein Album!“
„Nein! Das dauert bestimmt noch ne Ewigkeit, bis wir überhaupt mal nen Plattenvertrag kriegen.“
„Ach komm, wenn ihr vor denen so auftretet wie heute, werden sie euch die Plattenverträge hinterher werfen.“
„Ah hör auf!“
„ Na dann glaub mir halt net, ich weiß es sowieso besser!“, Kathy zeigte ihm die Zunge.
Bill lächelte und Kathy sah zum ersten Mal seinen Zungenpiercing.
„Und wie lange seid ihr schon eine Band.“
„Also wenn ich heute mitzähle ist es eine Woche. Drei Tage vor den Herbstferien haben wir uns zum ersten Mal getroffen.“
„WAS? Ihr kennt euch erst so kurz? Und dann tourst du schon mit ihnen durchs Land? Das deine Eltern dir das erlauben is ja krass, meine Mutter hätte des nie erlaubt.“
„Meine Eltern interessiert so was nicht!“, sagte Kathy, „Aber eine Frage hab ich ja du und Tom seit doch Brüder oder?“
„Ja, Tom is zehn Minuten Älter als ich.“
„Zehn Minuten?“, fragte Kathy unsicher.
„Ja ich und Tom sind Eineiige Zwillinge.“
Kathy machte große Augen Eineiige Zwillinge?
„Ihr seht euch aber überhaupt nicht ähnlich.“
„Ja das sagen viele.“
„Das finde ich ja cool, ich wollte immer schon Geschwister haben, bin aber nur ein Einzelkind.“
„Oh du Arme.“, sagte Bill und sah sie gespielt mitleidig an.
„Und was macht man hier eigentlich den ganzen Tag in so nem Kaff. Ich langweile mich ja schon nach 3 Tagen und ich hatte bis jetzt ziemlich Aktion hier.“, sagte Kathy und dachte unweigerlich an das Erlebnis bei Bill zu Hause, wobei sie sich wieder wie ein Idiot fühlte.
Doch sie versuchte den Gedanken zu verdrängen, den etwas anderes beanspruchte ihre Aufmerksamkeit. Es war ein lauter Knall der von draußen kam…

Kapitel 13 – Unangenehmer Anruf

„Was war das?“, fragte Kathy besorgt und sah wie alle anderen zur Tür.
„Keine Ahnung!“, sagte auch Bill und Kathy merkte das etwas in seiner Stimme lag.
Die Minuten strichen nur langsam dahin und im Club wurde es wieder lauter.
„Wollen wir mal nachschauen?“
Bill nickte und beide standen auf und liefen zur Tür, mit einem Rick öffnete Bill sie und war draußen. Kathy folgte ihm in die Dunkelheit hinaus. Draußen war es kalt und der Wind blies stark.
Kathy sah die Straße hinab und hinauf, konnte jedoch nichts sehen.
„Alles normal hier!“, sagte Bill und sah sich noch Mals um.
„Ja sieht so aus!“
Bill lief die Straße runter und da Kathy nichts Besseres zu tun hatte folgte sie ihm, nach kurzem wusste sie schon wo sie war. Sie waren am Spielplatz. Bill steuerte zielsicher auf die Schaukel zu und setzte sich. Kathy folgte ihm und setzte sich neben ihn. Der Spielplatz war gruselig im Dunkeln und Kathy klammerte sich fest an die Schaukel.
„Wie bist du eigentlich in die Band gekommen?“, fragte Bill und sah sie an.
„Ich habe immer schon gerne gesungen und mit 8 habe ich schon in einer Band gesungen, die aus lauter Freunden von mir bestand. Fast 9 Jahre nach unserer Gründung, bemerkte uns ein Produzent und wir haben uns alle riesig gefreut, denn vorher hatten wir nur Mike der uns gemanaged und er war ja kein richtiger Produzent, er wollte uns bloß einige Zeit lang helfen mal etwas Bekannt zu werden und er blieb ganze 6 Jahre bei uns. Naja und als wir gleich vor dem Produzenten spielen sollten, gab es ein Problem in der Band und ich musste raus, eigentlich wurde ich rausgeworfen.
Tja und dann hat Mike mich gleich in die Band mit Ben, Ellen und Evelyn gesteckt, die er schon vorher kennen musste. Und gleich darauf sind wir hierher gefahren. Und jetzt fange ich halt mit allem noch mal von vorne an“
„Wow!“, sagte Bill bewundernd; „Mike kennst du also schon sechs Jahre, der muss dir doch ziemlich ans Herz gewachsen sein, oder?“
Kathy nickte:
„Ja und wie, er ist wie ein Vater für mich und ich wüsste nicht, was ich ohne ihn machen sollte.“
„Aber warum haben sie dich rausgeschmissen?"
Jetzt grübelte sie. Sollte sie es ihm erzählen?
Immerhin fiel ihr das Thema nicht leicht. Sie wusste nicht mal genau, ob sie schon bereit war darüber zu reden.
Gerade als Kathy etwas sagen wollte klingelte ihr Handy.
„Warte kurz!“, sagte sie und nahm ab, „Ja hallo. Wer da?“
„Kit?“, hörte sie eine aufgelöste Stimme.
„Evelyn? Bist du das?“
„Kit, es ist etwas furchtbares passiert.“
Kathys Herz sackte in die Hose. Also war das ungute Gefühl heute doch berechtigt.
„Was ist los?“
„Mike…er wurde angeschossen. Ein Stück vom Club weg, als wir geraucht heben. Wir sind jetzt im Krankenhaus. Er wird gerade operiert, du solltest kommen!“, stotterte sie.
„In welchen Krankenhaus seid ihr?“, fragte Kathy und ihr stiegen Tränen in die Augen.
Bei dem Wort Krankenhaus machte Bill große Augen.
„Wir sind im Elizabethen Krankenhaus.“, sagte Evelyn und legte auf.
Kathy sah ihr Handy ungläubig an. Das stimmte doch jetzt nicht wirklich?
„Was ist los?“, fragte Bill.
„Ich muss ins Elizabethen Krankenhaus!“

Kapitel14 - Ein Besuch im Krankenhaus

Kathy riss die Tür des Taxis auf und rannte los, Richtung Krankenhaus.
Bill bezahlte den Taxifahrer mit dem Geld, dass Kathy ihm gerade noch zugesteckt hatte und stieg auch aus und sah zu wie das Taxi wegfuhr.
Kathy betrat das Krankenhaus und ihr stieg auch gleich der Gestank von Desinfiziermittel in die Nase. Die Eingangshalle war leer und
es war furchtbar still.
Kathy ging zur Rezeption und beobachtete die hübsche Krankenschwester, die wie wild auf die Tastatur tippte.
"Entschuldigen sie, könnten sie mir sagen, wo Mike Merker ist?", fragte Kathy und ihre Stimme zitterte.
"Sind sie ein Familien Mitglied?", fragte die Krankenschwester und musterte Kathy.
"Ähm...!"
"Das habe ich mir schon gedacht!", sagte die Krankenschwester und wendete sich wieder ihrem PC zu.
"Nein. Das ist wirklich dringend, ich muss umbedingt zu ihm.", flehte Kathy und sie spürte wie sich ein breiter Kloß in ihrem Hals breit machte.
"Ich darf ihnen nicht sagen!"
Kathy sah die Krankenschwester ungläubig an:
"Aber...."
"Kein aber!", sagte die Krankenschwester streng und sah Kathy böse an, "Ich muss hier arbeiten, kannst du nicht jemanden anderen nerven?"
Kathy konnte nicht glauben, was sie hier gerade gehört hatte.
"Kannst du dich nicht auf einen der Stuhle hinter dir setzen und mich in ruhe lassen?"
Während sie sprach, sah sich noch nicht mal von dem Bildschirm auf.
Gerade als sich Kathy auf die Schwester stürzen wollte, legte jemand die Hand auf ihre Schulter.
Kathy drehte sich um und sah Bill.
"Sagst du mir vielleicht jetzt ma was los ist, seit dem Anruf hast du kein Wort mehr gesagt.", sagte Bill und sah an ihr vorbei auf die Krankenschwester.
"Ellen hatte angerufen. Mike ist hier und wird operiert, er wurde angeschossen und ich wollte wissen, wo er ist, aber diese Krankenschwester will mir
nichts sagen.", flüsterte Kathy und versuchte krampfhaft nicht gleich los zu heulen.
"Warte ich mache das schon.", meinte Bill und sah sie aufmunternd an.
"Das will ich sehen!", sagte Kathy skeptisch und sah zu, wie Bill sich der Krankenschwester zuwendete.
"Entschuldigen sie!", sagte Bill und lehnte sich an die Rezeption.
Die Krankenschwester sah auf und bekam beim Anblick von Bill große Augen.
"Könnten sie mir sagen wo Mike ist?"
Die Krankenschwester machte den Mund auf und nickte, doch sie brach kein Wort herraus.
Was war den das jetzt?
"Hier gleich links und dann den Gang runter bis zu Ende, dort wird Herr Merker gerade operiert.", sagte sie wie hypnotiesiert.
"Danke." sagte Bill, grinste sie an und folgte ihrer Wegbeschreibung.
Kathy stand regungslos da. Wie hatte er das gemacht?
Bill drehte sich um, um zu sehen wo Kathy war, als er sah, dass sie immer noch an der gleichen Stelle stand rief er nach ihr.
Kathy sah noch einmal zur Krankenschwester, die sie böse anfunkelte.
"Komme!", rief sie und folgte Bill um die Ecke.
Das Ende des Ganges war nicht in Sicht.
"Wie hast du das gemacht?"
"Mein Geheimnis", grinste Bill sie an.
Dieses Grinsen sorgte für einen kurzem Moment dafür, dass Kathy ganz warm würde.
Sie konnte den Blick erst von Bill lösen, als sie hörte wie jemand ihren Namen rief.
Kathy sah von Bill weg und entdeckte Ellen, die stürmisch auf sie zulief. Ellen nahm sie in den Arm.
"Es ist so schrecklich!", sagte Ellen mit erstickter Stimme.
"Wisst ihr wie es ihm geht. Wisst ihr irgendetwas?"
"Nein leider nicht.", sagte nun Evelyn und legte den Arm um Kathy.
Kathy stiegen Tränen in die Augen.
Auch Ben trat zu ihr.
Jemand räusperte sich.
Die vier drehten sich um und sahen Bill.
Denn hatte ich ja vollkommen vergessen, dachte Kathy.
"Also das ist...", fing Kathy an, doch sie wurde gleich unterbrochen.
"Wissen wir schon!", sagten Ellen, Evelyn und Ben gleichzeitig.

Kapitel 15 - Bill von Tokio Hotel

"Woher kennt ihr euch denn?", fragte Kathy sichtlich verwirrt.
"Wer kennt ihn den nicht?", fragte Ben zurück und sah Bill argwöhnisch an.
Kathy verstand gar nichts und sah zu wie allesamt die Arme vor der Brust verschränkten.
"Woher kennt ihr ihn den?"
Ellen sah Kathy ungläubig an.
"Du verarschst uns doch! Wer kennt ihn den nicht. Er ist doch einer der berühmtesten Leuten Deutschlands.",sagte Evelyn und sah Bill dabei mit strengem Blick an.
"Einer der berühmtesten Leuten Deutschlands?", Kathy wusste echt nicht mehr was los war.
"Ey jetzt tu nicht so!", fing Ben an, "Das ist doch Bill, der Frontmann von Tokio Hotel."
"Tokio Hotel?"
Kathy sah zu Bill, doch sie sah nichts an ihm, dass sie hätte kennen können.
Bill sah auch sie durchdringend an und wartete auf eine Antwort von ihr.
"Tokio Hotel! Das ist die Band von der seit über einem Jahr gesprochen wird. Letztens stand in so ner Zeitschrift doch, dass sie die neuen Beatels wären.", sagte Ben und Kathybemerkte die Abfälligkeit in seiner Stimme.
"Komm das is doch die Band bei der die Mädchen immer so viel schreien und im nach hinein umkippen. Die musst du doch kennen!", sagte Evelyn und schien schon fast erschrocken an.
"Nein ich kenn die echt net.", sagte Kathy Wahrheitsgemäß und sah wieder zu Bill.
Ellen und Evelyn sahen sich an und konnten nicht glauben was sie hörten.
"Wie kannst du Tokio Hotel nicht kennen. In deinem Kaff musst du echt nichts mitbekommen haben. Tiókio Hotel ist doch so wie die Vogelpest nur halt viel schlimmer.", meinet Evelyn und sah zu Kathy.
Kathy sah wie Bill den Kopf schüttelte:
"Kathy, ich gehe dann ma, bin hier wies aussieht unerwünscht. Wir sehen uns sicher mal wieder.", sagte er kühl und drehte sich um.
Kathy sah ihm hinterher, wie er am Endedes Gang verschwand.
"Das war gar nicht nett.", sagte Kathy böse und funkelte Evelyn an.
"der allein is doch schon böse.", motzte Evelyn und sah den flur entlang, wo Bill nicht mehr zu sehen war.
"Also ich weiß echt nicht, was ihr gegen ihn habt, der is doch ganz nett!", verdeitigte sie ihn.
"Lassen wir das Thema, is mir echt zu doof. Außerdem will ich kein Wort für ihn verschwenden.", sagte Evelyn.
Kathy nickte sich und setzte sich auf einen der weißen Stühle, der an der Wand stand.
Sie hatte echt keine Lust sich jetzt mit Evelyn zu streiten, ihr ging Mike durch den Kopf.
Ob die Oeration gut gegangen ist?
Sie sah zur großen weißen Tür neben ihr. Über ihr Blinkte ein rotes Licht auf dem "OP" stand.
Es geht ihm gut, dachte sie sich selbst.

 

 

Kapitel 16 - Weiß

Seit Stunden saß Kathy am bett von Mike, doch er machte keine anstallten aufzustehen.
Die anderen schliefen schon seit längerem und das wunderte Kathy. Wie konnte man bei diesem ständigen piepsen schlafen?
Kathy sah stur zu Mike.
Die Operation war nach der Meinung der Ärzten gut verlaufen, doch das er sooooooooo lange schlafen würde hatte sie nicht geahnt.
Kathy machte es sich auf dem Stuhl gemütlich und sah sich im Zimmer um. Hier war alles, wirklich alles weiß. Die Decke, die Wände, der Boden, das Bett.Und es roch typisch nach Krankenhaus.
Sie mochte noch nie diesen Geruch, er weckte erinnerungen in ihr.
Kathy stand auf und verließ das Zimmer. Das Piepsen in der Stille war einfach unerträglich.
Müde schlürfte sie durch den Gang, bis sie wieder in der Eingangshalle ankam. Sie war leer, nicht mal die doofe Krankenschwester saß noch da.
Seltsam eigentlich sollte hier doch immer jemand sein.
Kathy zuckte mit den Schultern und sah sich genauer um. Alles weiß. Es schüttelte sie.
"Ich werd noch verrückt.", flüsterte sie durch die Stille, bis sie ein kleines Schild entdeckte.
`Cafeteria`, Kathy lächelte und folgte dem Schildchen. Tatsächlich kam sie in einer Cafeteria an. Es gab eine Theke an der man sich was holen konnte und im Raum verteilt waren weiße Tische und Bänke.
Kathy ging zur Theke entdeckte jedoch nichts, das besonders essbar aussah.
"Was möchtest du?"
Kathy blickte auf und sah einer alten Frau mit Haarnetz ins Gesicht.
"Ähm....", Kathy sah nochmals was es gab, "ich nehm einfach nur ne Cola."
Die Frau nickte, holte eine Cola aus dem Kühlschrank und kassierte das Geld von Kathy.
Kathy bedankte sich und setzte sich an den Tisch, der ihr am nächsten war.
Ob Mike schon wach war?
Kathy hatte jetzt zwar keine Lust aufzustehen, doch sie wollte auch nicht in diesem Raum sitzen.
Also trank sie eher langsam die Cola auf und beobachtete die Frau an der Theke.
Die Frau huschte von links nach rechts und wischte mit dem Lappen in der Hand über die Theke.
Putzfimmel, dachte sich Kathy und entschloss zurück zu den anderen zu gehen.
Sie gab die Colaflasche wieder an derTheke ab verabschiedete sich von der Frau, die ihr zum Abschied winkte und ging wieder zurück zur Eingangshalle.
Schon vom weiten hörte sie das tippen auf der Tastatur.
Sie beschloss sich an der Krankenschwester zu rechen dafür, dass sie ihr vorher nicht gesagt hatte wo Mike war.
Leise schlich sie weiter zur Rezeption.
Doch dort war keiner!
Trotzdem hörte sie noch das tippen auf der Tastatur.
Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.
Sie machte einen großen Bogen um die Rezeption und beschleunigte ihre Schritte um das Vier- Fache.
Also sie vor Mikes Tür stand atmete sie noch mal tief durch und öffnete so leise sie konnte die Tür.
Es war immer noch dunkel im Zimmer und das Piepsen hatte auch nicht aufgehört.
Aber diesesmal gab es ein neues Geräusch.
Eine Art brummen.
Beim genauerem hin hören, merkte Kathy, dass es ein schnarchen war.
Ein Grinsen breitete sich in ihrem Gesicht aus.
Wer von denen wohl schnarchte?
Kathy ging näher ans Bett heran wo alle auf den Stühlen eingeschlafen waren.
Kathy setzte sich auf den leeren Stuhl, auf dem sie vorher gessesen hatte und sah zu rüber Mike.
Seine Augen waren offen und er sah mit leerem Blick die Wand an.

Gratis bloggen bei
myblog.de